Dorfleben

von: Horst Krebs

In den 50er Jahren lebten hier fast 800 Menschen, und 50 Jahre später hatte sich diese Einwohnerzahl fast vervierfacht. Damals gab es in Kripp noch die große Möbelfabrik Firma Atzenroth, die Lederfabrik der Brüder Gummersbach, den Getränkehersteller Lehnig, die am Rhein liegende Wäscherei Herres, die Kordfabrik  Worms und eine Ziegelei, wo in großen Steinöfen Ziegelsteine gebrannt wurden. Die alte Ziegelei war für  uns ein herrlicher Abenteuerplatz. Diese 6 Betriebe stellten nach dem Kriege die meisten Arbeitsplätze zur Verfügung , und in der Gesamtheit aller Unternehmungen war Kripp ein eigenständiger Ort, der ohne Abhängigkeiten sich selbst versorgen konnte.

 
Als in den 20er Jahren das Notgeld im Land verteilt wurde, wurden auch Münzen aus unserer Region geprägt. Der Metallbedarf der Kriegsindustrie führte zu Mangel an Münzen, und der Bedarf wurde durch die Städte und Gemeinden durch eigene Ausgaben gedeckt. Im Archiv Willy Weis sind neben der 10Pf. Münze noch die weiteren Ausgaben einer 5 Pf. und 50 Pf. Münze zu finden.
Ich konnte auf einer Versteigerung in Hamburg die 10Pf Münze mit dem Aufdruck der "Kripper Lederfabrik GmbH Kripp A/Rhein" ersteigern. Sie gehört zu einer der seltenen Notgeldmünzen, und ist kaum zu finden.


Neben der Lederfabrik stand das Gelände der früheren Ziegelei, wo heute ein kleiner Gewerbepark eingerichtet ist. Auf dem Foto sieht man, wie das Hochwasser der Ahr die Senke füllt. Die alte Ziegelei hatte einen ähnlich hohen Schornstein wie der von der Lederfabrik.

Darüber hinaus bestand die Ziegelei aus einem festen Brennofen und den diversen Ziegelhütten zum Trocknen der Steine. Die Ziegel wurden aus Lehm, Sand und Wasser hergestellt. Diese Resourcen waren reichlich vorhanden.
Lehm wurde durchgearbeitet, gereinigt, getreten und dann in Holzformen gepresst. Anschließend wurden sie in den Ziegelscheunen zum Trocknen gelagert, bis sie eine lederartige Konsistenz besaßen. Danach brannte man die Ziegel im Meiler etwas drei bis fünf Mal.

 
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Die roten Lehnigautos aus Kripp belieferten die Kunden im Kreise Ahrweiler,
Siegburg, Koblenz, Altenkirchen, Bonn und Mayen,
Die Firma Quellen-Lehnig nutzte in den 50ern die Maria-Luisen-Quelle, um in einer selbst erstellten Anlage gegenüber der damaligen Wäscherei, Mineralwasser in Flaschen abzufüllen. Glasflaschen wurden hier in einer Maschine gespült und kamen dann auf ein Laufband. An einem Lichtmonitor saß dann ein Mitarbeiter und kontrollierte die optische Sauberkeit von jeder Flasche. An dem Einfüllautomaten wurde dann das Mineralwasser in die Flaschen gelassen. Bei Orange- oder Zitronenlimonade wurde vorher in der Siruppresse der Fruchtsirup zugeführt. Die Schließung der Flaschen erfolgte dann durch einen Mitarbeiter, der die Flaschen von Hand durch einen Hebelverschluss verschloss. Auf der Etikettiermaschine kam dann das Lehniglogo drauf, so wie ein schmales Bändchen über den Verschluss. Man nahm dann von Hand die Flaschen aus der Etikettiermaschine und legte sie auf einen riesigen drehbaren Teller, von denen die Flaschen dann genommen wurden und in Holzkisten verpackt wurden. Mit einer Sackkarre wurden dann immer 4 Kisten in die Lagerhalle gebracht, wo sie auf die Auslieferfahrzeuge geladen wurden. Wenn Holzkisten defekt waren, wurden sie von dem Kistenflicker repariert.

Im Dorf verteilt waren die Landwirtschaften Molitor, Schäfer, Lafs, Jüssen und Seifert, alle mit Viehbetrieb. Viele Familien in Kripp brachten ihre Obst- und Gemüseernten in die dorfeigene Sammelstelle der Mittelstraße. Unvergessen die Benzinholder von Alfons Schmitz, Peter Wolf  und Helmut Kremer, die während der Erdbeerzeit meilenweit zu hören waren. In der Erntezeit stand man zeitweise Schlange, um an der Sammelstelle abgefertigt zu werden. Heute sind diese Erdbeerfelder  in Bauland umgewandelt worden. Bauunternehmer Anton Rick wohnte in der Hauptstraße, Helmut Mommerz mit Architektenbüro Neuss wohnten in der Mittelstraße und Josef Krall in der Rosenstraße.
Die kunsthandwerklichen Betriebe Wellpott und Deusen, Schlosserei Marx, der Santärbetrieb Jakob Breuer sowie die Autoschlosserei Arnold Lüttgen waren gleichmäßig im Ort verteilt. Jakob Breuer hatte noch ein Geschäft neben seiner Werkstatt, wo seine Frau sanitäres Material verkaufen konnte. Ärzte und Apotheken gab es nicht im Ort,  außer Herr Dr. Karsten, dem Leiter des Sanatoriums, der nicht nur ein Allgemeinmediziner war, sondern auch Zahnarzt. Es gab  einen kleinen Notdienst bei unseren beiden Nonnen, die mit Pflaster und Verband ausgestattet waren. Dieser Nonnenorden hatte auch die Leitung des Kindergartens, und viele werden "Tante Trude" noch kennen, die aber nicht dem Orden angehörte.
Die Schuhreparaturen wurden von den drei Schustern Syberz, Theisen und Mathias Müller durchgeführt. Herr Müller führt heute noch , im Jahre 2005, im hohen Alter, sein Geschäft weiter. Die Kleider schneiderte Eugen Betzing. Herr Betzing nähte auch alle Uniformen und die Käppis der damaligen Kripper Stadtsoldaten in rot/blauem Cordstoff, so wie die Kleider für die Prinzengarde. Ich kannte Eugen nur mit Zigarre.
Frisch gebackene Brötchen gab es bei den Bäckern Etscheid, Heinz Kupp und Lothar Schmidt. In dieser Zeit, bekam man jeden Morgen frische Brötchen vor die Haustüre gelegt. Ich erinnere mich noch an Herrmann Uhl und die beiden Söhne der Familie Etscheid, Rolf und Friedhelm. Kleider und Stoffe gab es bei Maria Wester, die ihr Geschäft gegenüber  der Dorfschenke hatte. Kleider und Stoffe mit einer Haushaltsabteilung gab es auch bei Käthe Schumacher in der oberen Hauptstraße.
Vier große Gärtnereien gab es im Ort, Gärtnerei Schäfer am Wasserturm, Schittko in der Mittelstraße, Küpper am Rhein und Gärtnerei Willi Überbach in der Voßstrasse. Später eröffnete Gärtner Otto Föhr mit seiner Frau Elfie in der Hauptstrasse ein Blumengeschäft. Otto ist auch mitverantwortlich für die schönen Blumen auf dem Friedhof.
In der Hauptstrasse gab es die Lebensmittelläden Schwäbig, Breuer, Etscheid, Leber, Kupp und Frieda Schmidt. Die Milch kauften wir bei Maria Rick, und Gemüse gab es auch bei Frau Bauer, die gegenüber Landwirt Schäfer ein Geschäft hatte. Herrmann Will, seine Frau und die Tochter Irmgard hatten ihr Lebensmittelgeschäft in der Mittelstraße. Hier konnte man auch Kartoffeln in Säcken kaufen, genau so wie bei Familie Fuhrmann Ecke Ahrstraße. Kaninchen zu Weihnachten bekamen wir immer von Albert Wilhelm. Und am Martinstag brachten wir den "Uhles Teig" zum Backofen bei Etscheid und ließen Uhles backen. Uhles war damals eine Kripper Spezialiät. Vom echten Uhles habe ich ein Rezept von Karlheinz Grohs.

"Döppekooche" : ein urrheinischer Leckerbissen
Von Karlheinz Grohs
Wenden wir uns leiblichen Genüssen zu und zwar der deftigen rheinischen Hausmannskost, die ebenfalls aus dem Daseinsverständnis der Menschen am großen Strom und seinen Nebenflüssen nicht wegzudenken ist. Da heißt der erste Leckerbissen: "Döppekooche."
Döppekooche, Dippelaabes, Kesselskooche, Kühles! Die urrheinische Spezialität, von der hier die Rede ist, hat viele Namen. Der Name ist nicht rheinisch-regional, er ist rheinisch-lokal, von Ort zu Ort verschieden. Frage man nicht wieso? Es ist eben so! Und im Vertrauen: der Autor weiß es selber nicht. Er vermag trotz aller Recherchen nicht zu sagen, wieso eine regionale Kartoffel-Spezialität wie diese, obgleich überall im Rheinland verbreitet und allerorten immer wieder mit Genuß und Behagen verzehrt, in jedem Städtchen, in jedem Dorf, zwar ähnlich, aber dennoch anders, mitunter sogar ganz anders genannt wird.
Beginnen wir mit Charlies Heimatort Sinzig. Dort heißt der unvergleichlich schmackhafte Kartoffelkuchen, "Döppcheskooche". Doch nur sechs Straßenkilometer weiter, in Remagen, wird er "Kesselskooche" genannt. "Dippelaabes", wie man ihn in der Eifel kennt und nennt - übrigens auch im Tierer Raum und im Saarland - läßt sich ja noch in die artverwandte Wortfamilie einordnen. Aber ihn "Kühles" zu nennen, wie etwa in Godesberg, das mag verstehen wer will. Lokale Eigenwilligkeit? Muß wohl, denn auch in anderen rheinischen Orten sind für den „Döppekooche“ Bezeichnungen geläufig, die mit der eigentlich naheliegenden Etymologie - "Döppe" = Topf und "Kooche" = Kuchen - nun wirklich nichts zu tun haben.
"Uhles" nennt man ihn in Linz und in Kripp, "Flännes" in Neuwied, und "Flönnes" in dem nahe Sinzig gelegenen Voreifelflecken Löhndorf. Da kommt man dem Begriff "Topfkuchen" schon wieder näher, wenn man weiter rheinaufwärts wandert. "Dippedotz" sagen die Koblenzer.



Eines aber versöhnt bei all' dieser verwirrenden Namensvielfalt: schmecken tut er, wie immer er auch genannt sein mag, gleich gut. Und schon der Duft, den er verströmt, wenn er aus dem Ofen genommen wird und goldbraun und knusprig auf den Tisch kommt, der läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und dann der Anschnitt, die erste, nicht zu karg bemessene Schnitte auf dem Teller ... Apfelmus dazu und ein kühles Bier, Kölsch natürlich, eine andere Biersorte käme gar nicht in Frage. Dann, ja dann ist für jeden Rheinländer die Welt in Ordnung, mag draußen außerhalb der rheinischen Grenzmarken die übrige Welt auch zusammenbrechen. "De Haupsaach es, dat et mir schmeckt. Wat soll de janze Keu do druße. Et kütt jo suwiesu wie et kütt." (Sinngemäß: "Was soll das ganze Gezerre da draußen, Hauptsache, ich kann noch leben. Es kommt ja sowieso wie es kommen muß.")
Bleiben wir beim vertrauten Namen" Döppekooche". Er ist vom Ursprung her eigentlich eine "Arme-Leute-Mahlzeit" zu Martini, einem im Rheinland ebenfalls bedeutenden katholischen Feiertag. Das Kirchenfest des hl. Martinus, römischer Offizier und späterer Bischof von Tours, wird am 11. November begangen und erfreut vor allem die Kinder, die am Vorabend oder auch am Abend des Feiertages selbst mit bunten Laternen durch die Straßen zum Martinsfeuer ziehen. Die Geschichte ist bekannt. Martinus, um 317 als Sohn eines Centurio in Ungarn geboren, traf vor den Toren der Stadt Amiens in Gallien, wohin er mit einer Kohorte römischer Reiterei unterwegs war, zur Winterzeit einen erbärmlich frierenden Bettler in zerlumptem Gewand. Er zog sein Schwert und teilte seinen warmen Mantel in zwei Hälften, um den einen Teil dem Bettler als wärmendes Tuch zu geben. Im Rheinland sind die alljährlichen Martinszüge uralte Tradition. Sankt Martin reitet inmitten der Kinder, und nach dem Abbrennen der von allen Höhen rings über dem Rhein hochlodernden Feuer, werden die Kinder mit Wecken und Wurst beschenkt. Zu Hause aber gab es früher stets " Döppekooche ", es sei denn die Familie war gutbürgerlich begütert. Dann wurde eine Martinsgans verzehrt.
Gänsebraten zu St. Martin, das hätten viele der sogenannten "kleinen Leute" auch gern gegessen, konnten es sich aber nicht leisten. Kartoffeln, die hatte man, und ein paar Würste oder ein Stück Speck, das war erschwinglich. So wurde der "Döppekoche" die Martinsgans der weniger Begüterten, und - glauben Sie mir, lieber Leser - Charlie weiß es aus eigenem Erleben, der "Döppekooche" hat nicht weniger köstlich gemundet. Er war ein wahres Festessen. Warum soll Charlie es verschweigen, im Gegenteil, er ist sogar stolz darauf und gedenkt seiner Mutter mit großem Respekt. Auch bei ihm zu Hause stand der "Döppekooche", die Martinispeise der "kleinen Leute", auf dem Tisch. Und weil er eben so mundete, der "Döppekooche", gab es ihn in den folgenden Winterwochen auch schon mal mittags. Er konnte übrigens nur im Winter in den Ofen geschoben werden, wenn die Kartoffeln aus dem Kellervorrat schon gealtert waren. Mehlig, sehr mehlig mußten sie außerdem sein. Mit frischen Kartoffeln neuer Ernte kann man keinen "Döppekooche" machen.
Wenn Charlie heute zurückdenkt an die Jahre seiner Kindheit, dann kommen ihm Bilder in Erinnerung, die er sich sein Leben lang bewahrt hat. Er denkt an jene Wintertage, an denen draußen auf den Straßen die Kälte klirrte und wir Kinder uns zu Hause in die so wohltuend warme Küche flüchteten, wenn wir durchgefroren des Mittags aus der Schule kamen. In der Küche, da stand die Mutter am Herd und war, wie immer, sehr beschäftigt. Sie wandte nur kurz den Blick und sagte:
"Wascht euch die Hände! Gleich gibt's was zu essen, es gibt Döppcheskooche!"
Kartoffel, Erdäppel, Krombiere! Bezeichnungen für eine schlichte Feldfrucht, die wir bekanntlich dem Alten Fritz zu verdanken haben, der diesen Konquistadoren-Import aus Amerika in seinem Preußen eingeführt hat. Nun ist "Preußen" nun nicht gerade etwas, was eines Rheinländers Herz zu erfreuen vermag, denn die "Preußen" haben schließlich seinerzeit, nach den napoleonischen Kriegen die Rheinlande annektiert, sind als Besatzungsmacht aufgetreten, haben jenen fürchterlichen bürokratischen Verwaltungsbegriff " Rheinprovinz" erfunden. Aber daß ihr großer Friederich einst für die Einführung der Kartoffel gesorgt hat, das danken sie trotz aller Vorbehalte gegen alles Preußische.
Man stelle sich die unverzeihlichen weißen Flecken auf der rheinischen Speisekarte vor: Es gäbe weder Döppekooche noch Rievkooche, weder Himmel on Ärd noch Hämmche mit Püree, weder Grumbierezupp noch Quellmänner mit Herring. Und och op de Krombereschloot mit Wüschje müßten wir verzichten. Eine Katastrophe! Gar nicht auszudenken!
Also die Kartoffel: Wenn man dieses schlichte Nachtschattengewächs zum Rohstoff in einem Kochrezept macht, als Grundbestandteil also mit den einschlägigen Zutaten in der rechten Reihenfolge zu einer Rezeptur zusammenfügt, dann gerät mit der Kunst einer rheinischen Köchin das Endprodukt zu einem kulinarischen Genuß, der seines Gleichen lange suchen muß. So ist das: die Erhöhung eines simplen Erdapfels dank einer treffsicheren Mixtur: "Döppekooche" heißt das heißbegehrte und heiß verzehrte Ergebnis. Dies geschah in folgender Weise:

 Die Mutter nahm ...
Zwei Kilo mehlige Kartoffeln, zwei in Milch eingeweichte Brötchen, eine mitteldicke Zwiebel, ein Ei, vier grobe Mettwürstchen, zweihundert Gramm durchwachsenen Räucherspeck, dazu als Würze: Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln und die Zwiebel werden grob gerieben. Die Würste und der Speck werden in Scheiben geschnitten. Dann werden alle Zutaten miteinander vermischt und in einen mit Öl gut ausgefetteten Eisenbräter gegeben. Auch die Oberfläche muß mit Öl begossen werden. In den Backofen geschoben, wird der "Döppekooche" bei einer Temperatur von zweihundert Grad eineinhalb bis zwei Stunden gegart.
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Das ist sie dann, diese urrheinische Köstlichkeit. Guten Appetitt! In bin ziemlich sicher, daß Sie, auch als Nicht-Rheinländer, künftig einem "Döppekooche" ihre Gunst erweisen werden. Wenn Sie ihn, ob nun als Döppcheskooche, Döppekooche, Dippelaabes, Kesselskooche oder Kühles, einmal probiert haben, werden Sie ihn nicht mehr nur verzehren; Sie werden ihn genießen.

Hans Schäfer (1965) und Friedrich Ueberbach (1968) wurden Bundesschützenkönige. Als sie nach ihren Erfolgen wieder Kripper Boden betraten, wurden sie mit Musik empfangen und im Festzug mit Tambourcorps, Blasmusik, Schützen und den Kripper Bürgern nach Hause gebracht.

Beim Lebensmittel Laden Leber war auch eine kleine Kneipe angeschlossen, die später zu einem Cafe umgewandelt wurde. Es war das Eckhaus Haupt/ Mittelstraße, wo Familie Schumacher wohnte. Familie Schremmer übernahm dieses Geschäft, die dann später das Gasthaus "Rhein-Ahr", schräg gegenüber, führten.
In der Dorfschenke zapfte Heinz Hirzmann, der auch Eigner des Sälchens war, wo man in den 50ern tanzte und Karneval feierte. Mitte der 60er wurde aus dem Tanzsaal dann eine Möbelhalle der Firma Atzenroth. In den 60ern übernahm dann Rosi Klein für viele Jahre die Dorfschenke. Hier wurde "Steffens" gezapft.
 

 Am Rhein gab es das Hotel Rheingold mit Kegelbahn von Familie Kluth, das Hotel Fährhaus von Heinz Eichenhöfer, Hotel Lindenhof von Frau Stübben und das Gasthaus Geyer, die auch den Campingplatz am Rhein unterhalb der Terassen  bewirtschafteten.
Das Gasthaus Rhein-Ahr  wurde in den 60er Jahren von Familie Huintges geführt und vorher von Ignatz Lohmer. Es hatte eine Kegelbahn und einen Saal. Hier wurde "Königsbacher" gezapft. Neben dem Gasthaus sieht man auf dem Foto noch die alte Kripper Wasserpumpe. 

             

Die Ansichtskarte links zeigt den Rhein mit einem Fluss abwärts fahrenden Raddampfer, die Linzer Seite mit dem Kaiserberg und das Hotel Rheingold in Kripp um 1920. Die nahezu barocke Fassade des Hotels gibt es heute leider nicht mehr. Damals lagen die Terassen des Campingplatzes und des Hotels Rheingold auf der gegenüber liegenden Straßenseite, wo man herrlich sitzen konnte bei Kaffee und Kuchen. Hier lernte ich auch  meine beiden Ehefrauen kennen.
Hinter dem Schild "Musikalischer Wirt" war die Terasse Geyer. Unterhalb der Terasse war der Rhein mit dem  Campingplatz. Der Campingplatz war sehr beliebt bei Holländer, Belgier, Dänen und den Schweden. Hier entwickelte sich im Sommer stets ein internationaler Treffpunkt, wo gemeinsam gefeiert wurde, und nicht selten hörte man die Europäer rheinische Lieder singen.

                 Oft saßen wir hier
                 beim Fäßchen Bier
             auf der Terasse Geyer
              zur nächtlichen Feier
         beim Höhepunkt der Wonne
       schien dann schon die Sonne

Neu hinzugekommen ist die Treidelstube, wo heute wieder, unter der Leitung von Peter und Annelie Dahm, wie damals in alten Zeiten, an der Theke "getreidelt" wird. Hier hatte früher Metzgerei Schmitz ihr Geschäft und den Schlachthof. Nach Aufgabe der Metzgerei gab Hedi Schmitz den "Gefallenen" wieder eine alkoholische Bleibe, und Kripp blühte mal wieder auf. Danach übernahm Walter Weber für einige Jahre diese Trinkquelle. Der Name Treidelstube entstand erst durch das Ehepaar Dahm in Anlehnung der Zeit vor 300 Jahren, wo sich die Treidelschiffer mit ihren Pferden hier ausruhten.




Auch Metzgerei Linden, mit angeschlossenem  Schlachthof, gibt es heute nicht mehr. Dieses Geschäft befand sich neben der Dorfschenke. Die Metzger waren Heinrich Linden und Sohn Heinz-Peter , und den Verkauf machten Erna Linden mit Tochter Sophie. Das Foto oben zeigen die Eltern von Heinrich Linden.
Das Micky Maus Heftchen kauften wir uns im Zeitungsladen Tutlewski. Später übernahm Frau Käthe Werner das Geschäft, gefolgt von Paul Schladt. Die Brüder Blank hatten einige Jahre eine Kleiderreinigung in der Hauptstrasse .Es gab drei Friseurgeschäfte, alle drei mit Damen- und Herrenabteilung. In Erinnerung geblieben sind mir Heinrich Hammer, sowie Sebastian Lützig und Raimund Rich, der nur einige Jahre in Kripp war. Allen dreien gemeinsam war, dass die Ehepartner die jeweiligen Damenabteilungen leiteten. Die Haare wurden damals noch mit einem mechanischen Schneideapparat geschnitten, ohne elektrischen Strom.
Es gab eine katholische Kirche, eine evangelische Kirche, eine Kapelle im Oberdorf und die Johanniskirche, die ich als Kind nur als Ruine kannte. Details dieser Einrichtungen sind in dem Kapitel „Zeitdokumente“ zu finden. Autoren Weis/Funk
Ignatz Lohmer war der Entdecker der Marien-Luisen-Quelle, dessen mineralhaltiges Heilwasser von der Firma Lehnig und dem Sanatorium Dr. Karsten genutzt wurde. In der Nähe dieser Quelle stand das gastronomisch betriebene Kurhaus, welches heute abgerissen ist. Jeden Rosenmontag, wenn die Lehrer aus der Schule abgeführt wurden, ging es mit Prinz und Gefolge ins Kurhaus zum Feiern.



Am Hotel Fährhaus war der Anleger für die zwei Rheinfähren “St.Martin” und “Finte”. Der Name Finte entstand durch die Finten, eine kleine Fischart, die ab so um 1930 aus dem Rhein verschwunden ist. Auf der Kripper Seite stand an der Fähre auch der mobile Souvenierstand der Familie Deubener, die das Speiseeis noch selber herstellten. Bei Hochwasser wurde der auf Rädern stehende Stand ins Oberdorf auf den Schulhof gezogen. Bei Eisschollen oder Hochwasser, wenn die Fähre nicht fahren konnten, wurden die Schüler, die nach Linz zur Schule gingen, mit dem auf dem Foto abgebildeten Fährbötchen über den Rhein gesetzt. Ernst Gruber, Manfred Geyer und auch Josef Schumacher gehörten zu den Steuermänner der beiden Fähren, die damals noch keinen Radar hatten.
Die Schreinerei der Gebrüder Todt war in der Neustraße angesiedelt, Schreinerei Alois Überbach gab es in der Ahrstraße, Josef Schumacher in der Hauptstraße und Schreinerei Boes gab es am Rhein.
Der Sohn von Alois Überbach, Friedrich, betreibt noch heute eine Drechslerei, allerdings nicht mehr in der Ahrstrasse, sondern am neuen Gewerbepark, da, wo früher noch die alte Ziegelei stand.
Auch Familie Breuer und Boes sind dort heute mit ihren Geschäften angesiedelt. Im Jahre 1964 kam Familie Heinrich Ockenfels nach Kripp. Sie kauften das Gebäude von den Geschwister Rick neben dem Lebensmittelladen Kupp. Sie rissen es ab und erbauten ein neues Gebäude mit 5 Wohnungen, 2 Ladenlokale und eine Schreinerei. Der eine Laden wurde ihr Möbelgeschäft und in dem zweiten Ladenlokal war die Filiale der Kreissparkasse untergebracht. Heute befindet sich das Möbelgeschäft in der Voßstrasse und wird von den beiden Söhnen der Familie Ockenfels geleitet.
Herr Lachmann hob die Gräber aus. Seine Aufgabe war es auch, die amtlichen Bekanntmachungen für unseren Ort durchzuführen. Dazu benutzte er ein Fahrrad und einen metallenen Trichter als Megafon. In den 50 ern gab es bei uns auch das "Gasmännchen". Der Gasmann war zuständig für die Ortsbeleuchtung. Er schaltete jede einzelne Straßenlaterne mit einem langen Stock, versehen mit einem Metallhaken, abends ein und morgens aus. Das Gas kam aus dem Gashaus, welches sich an der Bahnstrecke zwischen Remagen und Kripp befand.
Die Post war damals in der Voßstraße und stand unter der Leitung von Herrn Henneke. Man konnte hier die Post auch Sonntagsvormittag abholen. Balthasar Wahl war der Eigner des “Bälteser Loch” Dort wurde Kies abgebaut, in große Kipploren geladen und über Gleise bis zu der oben gelegenen Station gefördert. In den späteren Jahren wurde der Betrieb der Loren eingestellt. Die Lastwagen wurden dann unten im Loch von einem Greifbagger beladen. Das "Bälteser Loch" war der ideale Schlittenort für uns im Winter.
Anstreichergeschäfte gab es im Sandweg unter Familie Syberz, in der Ahrstraße bei Küpper. Herr Küpper fuhr stehts mit dem Fahrrad, die Leiter auf der Schulter, und den Farbeimer am Lenker. Elektrohandel hatte Walter Delord  in der Haupstraße, dessen Sohn Friedhelm mit seiner Frau Hiltrut  das Geschäft später in der Mittelstraße weiterführet..  Herr Kalle aus der Ahrstraße handelte damals mit Lacke.
Frisches Bier vom Fass wurde vom Biervertrieb Peter Dahm aus dem Batterieweg angeliefert. Später gehörte dieses Dom Kölsch zum Hauptbestandteil der Jungkripper Ernährungskette. Heute zapft sein Sohn Peter mit seiner Frau Annelie frisches Bier in der Treidelstube.

 Im Batterieweg stand auch das Sanatorium von Dr .Karsten, wo es die erste Sauna des Dorfes gab, die auch von den Dorfbewohnern benutzt werden durfte. Dr. Karsten war der Facharzt für allgemeine Krankheiten und Zahnarzt. Er betrieb eine der ersten Saunen hier in Deutschland.
Die katholische Kirche bildete den Ortskern. Unser damaliger Pfarrer, Herr Josef Kern, war auch gleichzeitig Religionslehrer in der Grundschule. Er war dabei, bei Taufe, Erstkommunion und Firmung.
Die beiden Schulen  standen damals auf dem großen Platz gegenüber der Kirche, und sie sind heute beide abgerissen. In diesen beiden Schulen lehrte Herr Anschütz, Herr Leo Ulrich und Frau Bohr.


     

Und dann stand damals auf dem alten Schulhof noch der Kripper Steigerturm. Er diente der  Feuerwehr als Übungsturm und zum Trocknen der Schläuche. Vor dem Steigerturm stand ein Schuppen, der der Feuerwehr als Gerätehaus zur Verfügung stand. Das Foto zeigt hinter den Feuerwehrmänner den originalen Kripper Steigerturm. In den 50er Jahre stand nur noch der untere Teil des Steigerturmes. An der rechten Seite befand sich dort eine Eisentür, wo damals Geräteteile der Feuerwehr untergebracht waren. Später wurde hier Füllmaterial gelagert für die Löcher auf dem Schulhof.

Die frühere Johanneskirche stand im Unterdorf. Immer, wenn das Hochwasser kam, schaffte man das Allerheiligste in die Notkapelle im Oberdorf. Ich kenne die Johanneskirche aus den 50er Jahren nur noch als Ruine. Bis Anfang 1910 wurden hier für die Kripper die Gottesfeiern abgehalten. Nachdem die neue Kirche Johannes Nepomuk fertiggestellt war, wurde die Johanniskirche entweiht und fungierte als Vereinssaal, später als Kindergarten, und dann als Lagerhalle.

Nach 20 Jahren Leerstand verfiel sie zusehends, und der Abriss wurde beschlossen. Das Kölner Ehepaar Rübbert hörte von dem Abriss, und es ergab sich ein Kripper Wunder. Das Ehepaar renovierte die alte Kirche zum Wohnhaus mit künstlerischem Atelier.
So ist unserem Dorf einn Kulturdenkmal höchster Güte erhalten geblieben. (siehe Kapitel „Zeitdokumente“ von Weis/Funk).

Hinter der Schule war der Kindergarten, und dann kam das Geschenkartikel Geschäft von Hans Nies und seiner Frau, wo man auch Spielzeug kaufen konnte.
 


Weiter die Mittelstraße hoch gab es eine Heißmangel, die unter der Leitung von Frau Dahm und Frau Gertrud Schäfer stand. In diesem Haus stand die obige Heißmangel gegenüber von Familie Parsch. Das Foto zeigt das Haus, allerdings war dort vorher noch ein anderes Geschäft. Wer nähere infos hat, bitte melden

Bekannt im ganzen Ort war das Fuhrunternehmen Krause, welches täglich mit qualmendem LKW durch das Dorf fuhr.
Das erste Farbfernsehgerät im Dorf gab es in den 60ern bei Herrn Schremmer im Gasthaus Rhein-Ahr.
Zwischen Sandweg und Batterieweg gab es den Schützenplatz, und in den 50er Jahren wurde auch der Sportplatz in der Nähe  der Lederfabrik erstellt. In dieser Zeit wurden wir jährlich vom Nikolaus und Knecht Ruprecht heimgesucht. Es hatte lange gedauert bis wir wussten, dass die Geschwister Stoffel dahinter steckten.

Eine Kohlehandlung gab es in der Nähe der Kapelle, und auf dem Lehnig Vorplatz gab es die ersten Kripper Fritten mit gebratener Weißwurst, zubereitet von Herrn Weigel. Ich habe in meinem späteren Leben keine besseren mehr gegessen.
Kripper Nachrichten gab es damals in der Rhein-Zeitung, dem General-Anzeiger oder in der Bonner-Rundschau. Die Zeitungen trug Familie Bögeholz aus, die jeden Morgen um 04:00 Uhr mit dem Handwagen durch das Dorf zogen. Bei Familie Fuhrmann und Familie Hermann Will holten wir die Kartoffeln.
Das Fotostudio war in der Mttelstraße bei Herrn Eberle. Herr Eberle fotografierte stets die Events im Dorf, und die Bilder waren dann im Schaukasten vor seinem Haus ausgestellt.

   

Im Bild oben links  die Einfahrt in die Voßstraße. Das Eckhaus war in den 50ern Geschäft und Bäckerei  von Frieda Schmidt. Gegenüber, da wo der Baum steht, ist der Platz der Hochwassernotkapelle. Nicht zu vergessen Bild rechts ist das große Jugendheim im Batterieweg, wo in den 60ern das Bundesarchiv untergebracht war. Hier schrieb mir Herr Peter Ockenfels am 04.03.2005:
"Im alten Jugendheim war eine Aussenstelle des Wehrmedizinal-Archivs untergebracht (Der Hauptsitz war in Remagen und ist jetzt in Andernach) Zeitweise war dort auch eine "Lauschabteilung" der Bundeswehr. Irgendwie waren in Kripp die geographischen Bedingungen günstig, um weit in den Warschauer Pakt hinein zu horchen. Später wurde die Abteilung in den Bayerischen Wald verlegt".

 In den 50ern zog regelmäßig der Scherenschleifer durch unseren Ort, und schleifte Messer und Scheren gegen Bezahlung. Sie kamen mit Rädern oder Karren, auf dem die Schleifeinrichtung aufgebaut war.
Beim fahrenden Lumpenhändler gab man Stoffe, Alteisen und Papier ab, welches gewogen wurde und man dann ein Paar Groschen bekam. Bei Hänscheid in der Rosenstraße hatte Frau Becker eine Garage, wo sie Altmaterial annahm.

In jedem Jahr gab es in Kripp vor den Karnevalstagen eine Prunksitzung der Kripper Karnevalisten. Man feierte im Kurhaus, im Sälchen hinter der Dorfschánke oder im Saal Rhein-Ahr beim Wirt Ignaz Lohmer und später Mathias Huintgen.

Man feierte den Weiberdonnerstag, wenn die Möhnen mit "Stippevöttche" durch den Ort zogen. Samstags war der Maskenball des Karnevalvereins, sonntags der Maskenball der Feuerwehr, und dienstags war das Strohbärtreiben der Junggesellen. 1951 war Prinz Albert Wilhelm an der Macht, und 1952 ,unter Prinz Günther Möller, gab es die ersten Stadtsoldaten, und unter dem Präsidenten Franz Breuer wurde im selben Jahr die Obermöhn Erna Linden gekürt. Im gleichen Jahr gab es auch das 1.Kripper Funkenpaar Marianne Wilhelm und Ludwig Bauer. Bild rechts: Willi Krebs 1958 bei Büttenvortrag
 

Zu vergessen sind auch nicht die Familien, die damals Getränke im Hausverkauf hatten. Die meisten hatten eine Sitzbank und einen Tisch am Haus, wo man sich abends traf und etwas trank. So zum Beispiel bei Frau Schneider in der Mittelstraße /Ecke Neustraße, wo es Flaschenbier von Schultheiss gab.

In den 50 ern spielte der SV Kripp in der B-Klasse. Vor jedem Spiel wurde der Platz von Hubert Schwarz mit dem Kreidewagen abgezeichnet.1964 wurde der SV Kripp  Kreispokalsieger.

 Auf dem Bild:
Hans Thiel, Richard Welter, Winfried Rönneper, "Eckel" Flerus, "Charly" Kohzer, "Spaggi", Peter Alfter, Josef Rönneper, "A Kopp" Flerus, Klaus Hüppen und Fuchs.

Die meisten Schiedsrichter hatten Angst, nach Kripp zu kommen.

Die Kripper Kirmes im Mai fand damals immer auf dem alten Schulhof gegenüber der Kirche statt. Der Autoscooter und die Schießbude waren von Familie Weinand, und das Kinderkarussel, die Losbude und der Wagen mit den Süßigkeiten von Familie Scheck. Beide Familien sind gebürtig aus Remagen. Die Maikirmes hat heute noch Tradition, besonders am Kirmesmontag der Bürgerfrühschoppen, wo das halbe Dorf bei Blasmusik im Festzelt sitzt.




Auf dem Schulhof stand auch jeden Mai der Maibaum, den die Junggesellen aus dem Wald holten. Samstagsnachmittags wurde er dann von Mitgliedern des Junggesellenvereins von Hand mit selbstgefertigten Stützen aufgestellt. Willi Krebs zog sich dann die Steigeisen an, kletterte in die Spitze des Baumes und schloß die Lichterkette an
Und abends gab es dann den Maiball. Nach dem Tanz zogen dann die Junggesellen in die Wälder und fällten eine Birke um sie am morgen der Liebsten ans Haus zu stellen. Natürlich hatten die Eltern der Liebsten dann für die nötige Bewirtung zu sorgen, und ein Kasten Bier war manchmal noch zu wenig.

  Auf dem Schulhof stand auch jeden Mai der Maibaum, den die Junggesellen aus dem Wald holten.
Samstagsnachmittags wurde er dann von Mitgliedern des Junggesellenvereins von Hand mit selbstgefertigten Stützen aufgestellt. Willi Krebs zog sich dann die Steigeisen an, kletterte in die Spitze des Baumes und schloß die Lichterkette an

Und abends gab es dann den Maiball. Nach dem Tanz zogen dann die Junggesellen in die Wälder und fällten eine Birke um sie am morgen der Liebsten ans Haus zu stellen. Natürlich hatten die Eltern der Liebsten dann für die nötige Bewirtung zu sorgen, und ein Kasten Bier war manchmal noch zu wenig.

Als die 50er Jahre zu Ende waren, gab es später noch die Fahrschule Georg Breuer, und Frau Hallerbach eröffnete die erste Tankstelle in Kripp in der Mittelstraße. Unser Ort wurde an den Kanal angeschlossen, die Sickergruben starben aus. Es kamen die Kreissparkassen, die Volksbanken. Es war die Zeit, wo spürbar alles anders wurde. Die ersten Bauern gaben auf. ……..

Heute, im Zeitalter des Internets, sind alle Informationen vorhanden, sollte man meinen. Vom Leben in einem Dorf, wie die Menschen sich versorgten, wie sie lebten und welchen Freuden und Trauer sie ausgesetzt waren, weiß das Internet fast nichts. Und doch, geschriebene Vergangenheit bleibt der Boden der nachfolgenden Generationen.

Ihre letzte Ruhestätte finden die meisten Kripper auf dem dorfeigenen Friedhof