Erstes Dampfschiff in Kripp

von Horst Krebs

Das erste Dampfschiff auf dem Rhein, die „Defiance“ , wird erwähnt in der Chronik von Kripp.. Sie kam  1816 aber  nie an Kripp vorbei, sondern sie fuhr nur bis Köln. Sie sollte  nach Frankfurt fahren, musste aber wegen starker Strömung in Köln wieder umkehren, und  am 14.Juni 1816 fuhr sie wieder nach England zurück.
So dauerte es bis 1817, bis das erste Dampfschiff  nach Kripp kam. Kripp war 1817 ein Weiler mit 249  Einwohner. und hier standen gerade mal 50 Häuser. 
Es war der 12.November, als der Schaufelraddampfer „Caledonia“ bei hohem Wasserstand die ersten Häuser von Kripp erreichte, und an Bord war Kapitän James Watt jr., der Sohn von James Watt, der maßgeblich an der Entwicklung der Dampfmaschine beteiligt war. Es war für James Watt jr. eine Fahrt, um die Stärke der Maschine, als auch die seines Schiffes zu testen, zumal die "Defiance" ein Jahr zuvor an der Strömung des Rheins scheiterte. Für diese Testfahrt war auch John Cockerill aus Serainy an Bord, neben Watt einer der Erbauer der Maschinen der "Caledonia". John Cockerill, ein geborener Engländer, geb. 1790, der größte Industrielle Belgiens, der Eisenwerke, Maschinenfabriken und andere  Unternehmungen in der ganzen Welt hatte.
Watt jr. brach am 14.Oktober 1817 mit seiner "Caledonia" von Margate (engl.Grafschaft Kent an der Ostküste) auf, und in einer abenteuerlichen Überquerung des Ärmelkanals erreichte er  nach 24 Stunden Fahrt West-Kapellen (Walcheren) in Holland.
Quelle: Bodo Herzog, Der Besuch des engl. Dampfschiffes "Caledonia" unter James Watt jun. auf dem Rhein im Jahre 1817. In: Binnenschiffahrts-Nachrichten, 26.Jahrgang, 1971, Nr.40-42

Für die Rheinfahrt der "Caledonia" gab es keine Vorankündigung. Die Menschen am Rheinufer waren überrascht, genau so wie die Hafenarbeiter in Koblenz, die niemals davon geträumt hatten, dass es jemals ein "pferdeloses" Schiff geben könnte.
Quelle: "Small Boat through Germany" by Roger Pilkington"

Für die Fahrt von Königswinter bis Koblenz brauchte die "Caledonia" 3 Tage. 

48 Stunden brauchte sie für die Fahrt von Rotterdam über Nymwegen, Emmerich, Wesel und Düsseldorf nach Köln., wobei freilich das Schiff stetig mit hefigen Gegenwind und starker Strömung zu kämpfen hatte., und wobei noch zu bemerken ist, dass das Schiff neun Stunden lang nur mit einer seiner beiden Maschinen arbeitete.
Quelle: "Die Maje", ein Volksblatt für alt und jung im deutschen Vaterlande

Schulvikar Aloysius Odenthal aus Königswinter sah das Schiff und ließ die Kinder dieses Ereignis in ihre Schulhefte schreiben. In der Schulchronik von Königswinter wurde dieses Ereignis mit folgenden Worten erwähnt:

"
Königswinter sah das Dampfschiff auf den Fluten des staunenden Rheins aufwärts fahren am 11. November 1817 gegen 5 Uhr nachmittags bei vergeblich sich widersetzendem Wind."
(Quelle: Schulchronik Königswinter)

In der Wiener Bauzeitung von 1866 Jahrgang 31 stellt Ludwig von Förster die Frage, ob es nicht auffallen musste, dass nach so vielen mit Dampfbooten auf See vollzogenen Fahrten Muirhead, in dem er die Geschichte der Dampfmaschinen erläutern will, eine erst im Oktober 1817 auf der Caledonia von Margate aus nach Rotterdam und dann den Rhein hinauf bis Koblenz von Watt, dem Sohn, unternommene Lust- und Spekulationsfahrt als etwas Neues und Grosses darzustellen sucht?
In der gleichen Wiener Bauzeitung von 1866 lesen wir, das Muirhead diesen Watt jr als einen Helden sieht, der ein kühnes gefahrvolles Unternehmen gewagt habe. Er wendet auf ihn eine Stelle aus Horaz´s Ode an das Schiff, welches Virgil nach Griechenland führte, an, wo Horaz´s sagte: Illi robur et aos triplex circa poctus erat, und da Muirhead glaubt, die Anwohner des Rheins hätten früher kein Dampfschiff gesehen, so lässt er die Grosszahl derselben mit Verwunderung, einige aber mit Schrecken auf das von Watt befahrene Dampfschiff Caledonia schauen citirt eine Zeile aus Dantes´Hölle, wo Rauch in der Luft und Schaum auf den Wasserwogen erwähnt werden.

"..... es war das englische Dampfschiff "Caledonia", und als sie sich den Rhein hoch kämpfte, liefen die Leute von Bonn bis Andernach aus ihren Häusern oder kamen von den Feldern an das Rheinufer, um das dampfende Ungetüm zu sehen."
(Quelle: "Small boat through Germany" from Roger Pilkington)

Auf diesem Streckenabschnitt gab es Teilbereiche, wo die „Caledonia“ mit eigener Kraft nicht vorwärts kam. Für die letzten Stücke des Weges bis Koblenz mussten noch Pferde vor die "Caledonia" gespannt werden, trotz bester Technik. Am 13.November 1817 traf die Caledonia in Koblenz ein, das sie 2 Tage später talwärts verließ. So fuhr sie am frühen Nachmittag des 15.Novembers wieder an Kripp vorbei. 

                                               

                                                                                 Das Dampfschiff "Caledonia 1817

                        Foto: Haniel-Archiv, Duisburg Ruhrort  (Watt and Boulton Collection, Stadtbücherei Birmingham)

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Die "Caledonia" wurde 1815 in Glasgow gebaut von James und Charles Wood. sowie James Barclay. Sie war ein Holzschiff, dessen Rumpfbau noch ohne Konstruktionszeichnungen ausgeführt wurde. Im Jahre 1817  ließ Watt jr., der die "Caledonia" käuflich erworben hatte, die ziemlich fehlerhaft gebauten Machinen herausnehmen und sie durch zwei neue Soho-Maschinen, von je 14 Pferdekräften ersetzen. Die vormals fehlerhaften Maschinen waren der Grund, warum die "Caledonia" zuvor kaum eingesetzt wurde .
Quelle: "Leben des James Watt und dessen Briefwechsel" Stuttgart Franck'sche Verlagshandlung 1860.

Die Aufgabe war, die Caledonia umzurüsten, damit sie seetüchtig würde.  Dazu wurden nicht nur die 2 neue Maschinen installiert sondern auch ein neuer Kessel für einen effizienteren Kraftstoffverbrauch.  Im August war man in der Lage, das Schiff über eine geplante Strecke zu testen. Auf der Teststrecke von Surrey Commercial Docks, London Gravesend erreichte man 14 Km pro Stunde (Kmh). Während der Probefahrt wurden mit der Caledonia Versuche durchgeführt, die Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch und die Geschwindigkeit auf Veränderungen der Paddeltiefe hatten. Die Installation  einer zusätzlichen Seitenrudermaschine von 8 PS führte dann zu einer Erhöhung der Geschwindigkeit auf über 20 Km pro Stunde
(Quelle: William Murdoch Encyclopedia II)

Die Länge der Caledonia war 94 feet (ca.30m) und die Breite 15 feet (ca.5m). Die Gesamtleistung des Schiffes war 35 PS.
Quelle: Journal of Society of Arts, January 27, 1860

Und so hätten die 249 Kripper das Schiff gesehen, wenn sie zufällig alle am Rheinufer gestanden hätten:
"Dass es für die an den Anblick der Unförmlichkeiten und primitivsten aller Fahrzeuge, der Flöße, gewohnten Uferbewohner ein Gegenstand rechtmäßiger Bewunderung der Caledonia, und in nicht seltenen Fällen, bewunderungserfüllten Grauens war, wird Niemand überraschen, welcher mit den Zuständen, wie sie noch vor 40 Jahren waren, einigermaßen vertraut ist.
"
Quelle: "Leben des James Watt und dessen Briefwechsel" Stuttgart Franck'sche Verlagshandlung 1860

In Wesel kam es dann für die Caledoniia zu einem Maschinenschaden, wobei der Balancier brach. Aus diesem Grunde wurde für die "Caledonia" von dem deutschen Mechanikus Jacobi 1817 ein Balancier in der Hüttengewerkschaft Sterkrade gegossen. (Jacobi, Haniel & Huyssen). Der Balancier war ein Hebelteil der den Kolben nach oben zog. Ein Jahr, nachdem er Watt bei der Maschinenreparatur in Sterkrade geholfen hatte, schrieb Jacobi nach Birmingham und bat um die Zeichnung einer Dampfmaschine, die seine Wasserhebemaschine ersetzen sollte. Watt hatte ihm bei seinem Aufenthalt in Sterkrade geraten, eine Maschine einzusetzen, die direkt auf das Gebläse wirken sollte. Was daraus geworden ist, ließ sich bisher noch nicht ermitteln.
(Quelle: Hedwig Behrens über den Mechanikus Franz Dinendahl, S. 80f.;Behrens,Rheinfahrt, S33-35, veröffentlicht verschiedene Briefe Jacobis an Watt, deren Original in der Boulton und Watt Collection in Birmingham liegen, die aber nicht allen technischen Charakter haben.)

Am 31.Oktober 1817 schrieb James Watt jr. an einen William Creighton, Birmingham (England), vermutlich sein Mitarbeiter im Werk Birmingham/Soho, wie folgt berichtet:
"Am 24. dieses Monats schrieb ich Ihnen von Wesel, um Ihnen mitzuteilen, dass ein Balancier unserer Maschine gebrochen wäre. Wir fuhren mit dem anderen nach hier weiter gegen eine starke Strömung, eine Entfernung von ungefähr 21 Meilen in 7 Stunden und 15 Minuten; dabei machte die Maschine 22 bis 24 Hübe in der Minute. Bei Wesel stellten wir fest, dass der Fluss sehr breit und seicht war, und, obwohl wir einen zusätzlichen Lotsen aus dieser Stadt an Bord genommen hatten, blieben wir mehr als einmal stecken. Da der Fluss so wenig Wasser führte, wurden wir später gezwungen, uns mehr in der Mitte der Strömung zu halten; es besteht also kein Zweifel, dass wir es mit dem Fluss gerade in seinem schlechtesten Zustand versucht haben. Auf unserer Fahrt nach hier hörte ich von unserem Lotsen, dass es eine Gießerei für Töpfe und Öfen in Sterkerath gäbe, ungefähr 10 Meilen von hier, wo man gelegentlich auch Maschinenteile für die Zechen an der Ruhr herstelle; und da uns diese Angaben bei unserer Ankunft hier am Abend des 25. bestätigt wurden, packte ich den ganzen Balancier ein und ging mit Mr. Barcher sofort dorthin. Wir fanden in dem tätigen Teilhaber und Leiter des Werks, Herrn Jacobi einen sehr entgegenkommenden und klugen Mann, und nach einer gemeinsamen Überprüfung des Gussstückes und der Vorrichtungen schien uns die Ausführung möglich, und der Modellmacher wurde angewiesen, sofort mit der Arbeit zu beginnen"
(Quelle:
Hedwig Behrens zur Rheinfahrt des James Watt jun. mit dem Dampfschiff "Caledonia" im Jahre 1817.)

Das Gießen der Ersatzstücke war mit großen Schwierigkeiten verbunden, wie auch das Bohren der Löcher. Am 1. November fügt Watt seinem Schreiben noch den Zusatz bei, dass er kaum mehr mit dem Abschluss der Arbeiten an diesem Tage zu hoffen vermag.
Während der Reparaturarbeiten hat Franz Haniel, Ruhrort, mit seiner Frau den englischen Dampfer besichtigt, auch James Watt jr. zum Mittageseen in sein Haus eingeladen.
(Quelle: Biographie - Niedergeschrieben von 1858-1862, Historisches Archiv der Gutehoffnungs, Oberhausen)

Gottlob Jacobi, Teilhaber der Sterkrader Hütte, dessen Intelligenz und entgegenkommendes Wesen Watt jr. in seinem obigen Brief ausdrücklich erwähnte, stammte von der Sayner Hütte bei Neuwied. Jacoby liegt es daran, dass auch seine Bekannten in der alten Heimat den interessanten Engländer und sein Dampfschiff kennenlernen. Deshalb schickt er Watt folgenden Brief:

Anschrift: Herrn Watt dermalen wahrscheinlich zwischen Neuwied und Koblenz. Herr Jacobi Sterkrath 6.November 1817 bittet, dass zwei seiner Freunde von dem Eisenwerk in Sayn die Caledonia gezeigt wird." Dann noch ein zweiter Vermerk: "Gelesen in Koblenz am 14.November 1817" . Jacobi schreibt in deutscher Sprache und deutscher Schrift ohne Datum an Watt jr.:

"Sehr lieber Herr Watt. Überreicher dieses, beide meine lieben Freunde&Eisenhütten Männer werden hiermit Ihnen aufs freundschaftslichste empfohlen. Haben sie die Gewohnheit denselben ihr Dampfbott und die Maschinen zu zeigen - vielen herzlichen Dank stattet Ihnen dafür ab, Ihr aufrichtiger Freund&Diener G.Jacobi von Gute Hoffnungshütte."

Bei dieses Unterlagen befindet sich eine Aufstellung, von Jacobi eigenhändig in deutscher Schrift und Sprache geschrieben, über die Sehenswürdigkeiten. Im Rheintal von Köln aufwärts über Remagen bis Koblenz , auch Unterkünfte werden empfohlen. Nachstehend die Jacobi´schen Angaben:

- von Köln aus landeinwärts bei Düren befindet sich eine Eisen Hütte denen Herren Gebrüdern Hoesch in Güren zugehörig
- zwischen Neuwied und Ehrenbreitstein befinden sich mehrere Eisenhütten
- von Ruhrort bis Köln treibt der Rhein nicht heftig, an Stelle bei Rheindorf, einige Stunden unterhalb Köln treibt er etwas schneller
- von Köln bis Bonn werden es 6 Stunden längst dem Rhein seyn - daselbst wird der Rhein  so stark treiben, wie bei Rheindorf
- 2 Stunden oberhalb Bonn befinden sich auf dem rechten Rheinufer dies Siebengebirge - der steile und der zunächst am Rhein gelegene Berch - heißt der Drachenfels - beliebt beliebt man dort auszusteigen, denn findet man bey Herrn Veith am Drachenfels einen guten Gastgeber - wenn man ihm diese Zeilen leßen läßt, so wird derselbe alles thun, um dem Herrn Watt&Comp. Vergnügen zu machen besonders, wenn man sagt, daß es Jacobi wünscht - Herr Veith wird auch Herrn Schuch rufen lassen, um mit den Herrn auf die Siebengebirge zu steigen.
- Hier fangt der Rhein an mehr schneller zu fließen - und wird das Dampfboot eine Stunde Rheinaufwärts beim Nonnenwerth passieren können - denn wird es auch immer gehen bis oberhalb Koblenz, wo sich die Lahn ergießet

Dann empfiehlt Jacobi Herrn Watt noch folgende Möglichkeiten zu logieren:
in Düsseldorf bei Herrn Breitenbach, in Köln im Holländischen Hof oder im Heiligen Geist in der Rheinstraße. In Bonn bei dem Herrn Schmids am Rathaus, in Ehrenbreitstein bei Herrn Groschopp
(Quelle: Alle Watt Unterlagen freundlicherweise in Ablichtung zur Verfügung gestellt von der Städtischen Bücherei in Birmingham (England), Watt & Boulton (Mitarbeiter von Watt)

Diese Begegnung mit Watt regte Haniel an, selbst Dampfschiffe zu bauen. Mit dem Bedarf der jungen Dampfschifffahrtsgesellschaften am Rhein war dann ab den 1820er Jahren der Anlass gegeben. Das technische Know-how kam von der Fijenoord-Werft in Rotterdam: Von dort warb die JHH ein komplettes Team englischer und holländischer Schiffsbauer unter der Leitung des Engländers Nicholas Oliver Harvey ab. 1829 nahm die JHH-Werft auf der Hafeninsel ihre Produktion auf; bis 1899 blieb sie dort in Betrieb. Frühe Fotografien zeigen sie um 1864.

Die Caledoniaf war deshalb bemerkenswert, weil es der erste europäische Dampfer war, welcher sich später auf See wagte. 1819 wurde die "Caledonia" nach Kopenhagen verkauft als Fähr- und Postverbindung zwischen Kiel und Kopenhagen.
(Quelle radunz39-51 Uni Köln)
(Quelle http://www.adam-matthew-publications.co.uk)

Im Morgenblatt für gebildete Leser, Band 13, Teil 2 lesen wir:

"Wir haben, seit etwa drei Wochen, auch hier ein in England gebautes Dampfschiff, Caledonia (der alte Name Schottlands) genannt. Die Reise von London hierher hat die Caledonia in vierzehn Tagen zurückgelegt, wobei zu vermerken ist, daß, da die Dampfschiffe eigentlich nicht für große Fahrwasser passen, so hat man sich für diese Reise, welche die größte von einem solchen Schiffe in Europa vollendete ist, so viel möglich in der Nähe von Küsten halten müssen."

Nachdem die Caledonia 1817 wieder zurück von Koblenz nach Rotterdam fuhr, sollte es noch 7 weitere Jahre dauern, bis Ende Oktober 1824 ein weiteres Dampfschiff an Kripp vorbeifuhr. Es war das holländische Holzdampfschiff " de Zeeuw", die mit dieser Fahrt die organisierte Personenschifffahrt auf dem Rhein einleitete. Die Caledonia überwinterte nach der Talfahrt in Rotterdam und erreichte erst im Frühjahr des Jahres 1818 wieder die Themse. Ab dem Jahre 1819 wurde die "Caledonia" als Fährdampfer eingesetzt als Passagier- und Paketboot für die Verbindung Kiel - Kopenhagen.

                   

Das Motiv zeigt das Innere der Caledonia. Die Kajüte, Gepäck und Kisten stehen auf dem Boden, Passagiere sitzen oder liegen sichtlich unbequem auf Bänken oder Kisten. Der Stich bezieht sich auf die 1819 eingerichtete regelmäßige Fähr- und Postverbindung zwischen Kiel und Kopenhagen, die durch das Dampfschiff "Caledonia" bedient wurde.
Bildquelle: Stadtmuseum Warleberger-Hof in Kiel


Stadtarchiv Remagen vom 25.01.2010:

Sehr geehrter Herr Krebs,
die Caledonia hat mich selbst schon interessiert, aber bislang ist mir dazu nichts begegnet, und ich halte es auch für unwahrscheinlich: Die Bürgermeisterchronik (veröffentlicht Rigomagus 3) ist für 1817 erst später von Bürgermeister Queckenberg nachgetragen worden. Er erwähnt zu 1817 lediglich die Teuerung der Lebensmittel (Folge des "Jahres ohne Sommer" 1816). In der handschriftlichen Chronik von Wilhelm Josef Langen fehlen leider die Seiten mit den Einträgen zu 1817. Die betreffenden Archivalien befinden sich heut als Bestand 635 im Landeshauptarchiv Koblenz. Mir liegt das Findbuch dazu vor, und ich kann darin keinen Eintrag finden, der vielversprechend erscheint. Eine Schulchronik wie in Königswinter liegt nicht vor.
Sulpiz Boisserée berichtet in seinen Tagebüchern über die Fahrt 1824 mit De Zeuw, wo er mit dem Verleger Cotta samt Ehefrauen in Remagen?Linz? zustieg. Leider liegt mir der entsprechende Band nicht vor. Mit freundlichen Grüßen  Kurt Kleemann


Danken möchte ich:
- dem Starchiv Koblenz Frau Petra Weiß
- dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz i.A. von Herrn Schmitz für die Unterlagen von Hedwig 
   Behrens zur Rheinfahrt des James Watt jun. mit dem Dampfschiff "Caledonia" im Jahre 1817.

- dem Stadtarchiv Remagen Herr Kleemann
- Frau Ruth Bauer vom Stadtarchiv in Saarbrücken