Kripper Mutprobe  © weis/funk 2010

Immer schon waren Mutproben unter Jugendlichen beliebt, so auch in Kripp. Hoch im Kurs war bis vor dem Zweiten Weltkrieg das Anschwimmen an die großen Radschaufeldampfer der Köln-Düsseldorfer-Rheinflotte.
Dabei musste dieser von vorn angeschwommen und die Bugkante mit der Hand berührt werden. Danach hatte der Schwimmer, um nicht in den seitlich angebrachten Radkasten des vier Meter im Durchmesser großen rotierenden Schaufelrades zu gelangen, sich so kräftig wie möglich seitlich vom Schiff abzudrücken.
Wie so oft im Leben geht es hundert mal gut, aber eines Tages zog sich ein Schwimmer bei dieser Mutprobe eine erhebliche Verletzung an der Ferse zu, indem er sich nicht weit genug vom Schiff abstoßen konnte und mit der eisenbewehrten Kante eines dieser durch die Rheinfluten pflügenden Radschaufelblattes in Berührung kam. Mit dieser schmerzlichen Erfahrung fand der lebensgefährliche Unsinn ein jähes Ende!