.Kripper Loslösung ©

© weis/funk 2011

Ein 250 Jahre langes erfolgloses Streben nach Eigenständigkeit.


Eine im Landeshauptarchiv Koblenz archivierte recht umfangreiche Akte unter der Findnummer 635/465 und der Bezeichnung

„Die Trennung des Weilers Kripp von der Muttergemeinde Remagen und
Erhebung zur selbstständigen Gemeinde 1845-1879“

gibt auf 91 handgeschriebenen Blättern Zeugnis von einer tiefen und lang andauernden Feindschaft zwischen Kripp und Remagen mit dem mehr oder weniger erzwungenen Beitritt des Weilers Kripp zum Stadtverband Remagen durch einen Revers vom 6. Dez.1735.
Bei Anerkennung der Oberhoheit der Stadt Remagen sahen es die Kripper beim Genuss des gleichen Bürgerrechtes für recht und billig an, sich an den Abgaben für Reparaturen an Stadtmauern, Toren und Kirchen zu beteiligen. Das nicht ganz freiwillige Bündnis, das aus den Protesten der Remagener Bürgerschaft zustande kam, verlief bis 1969, indem Kripp nach der neuen Gemeindeordnung ein eigener Ortsbezirk wurde, aus kommunaler Sicht nicht immer problemlos. Seit dieser Zeit kam es stets zu wiederholten Unstimmigkeiten und Reibereien zwischen den beiden kommunalpolitisch motivierten Bevölkerungsgruppen bis in die jüngste Zeit. Die Kripper fühlten sich den Remagener Stadtbürgern gegenüber benachteiligt und stets von diesen mit einer unausgesprochenen, kaum merklichen Herablassung behandelt, dass sie eben doch nicht mehr als nur ihre Untergebenen waren.
Der Grund für den Unmut lag wohl in der ungerechten Verteilung der Haushaltsmittel, die nach Meinung der Kripper einer "Entwicklung und bürgerlichem Wohlstand im Wege standen."
Um gegen die latente Arroganz der Städter anzugehen, verfolgten die Kripper unerbittlich ihren Freiheitsdrang und stellten Anträge auf Ausgliederung aus dem Stadtverband und Verselbstständigung in den Jahren 1843-1847 sowie 1877-1879, wobei sich die Verhandlungen und Diskussionen insgesamt vom 17.12.1845 bis zum 12.6.1879 hinzogen, und letztmals 1950. Alle Gesuche wurden jedoch, bis auf letzterem, höheren Ortes abgelehnt.

Erstmals wurden am 17. Dezember 1843 Loslösungsbestrebungen des Weilers Kripp von der Muttergemeinde Remagen und Erhebungsgesuche zur selbstständigen Gemeinde von einem gebildeten Komitee unter der Leitung von Heinrich Hertgen (Schöffe), Karl Kerren (Beistand) und Johann Lohmer (Beistand) zu Kripp bekannt. Dieser richtete an den Remagener Bürgermeister Deinet die Bitte um Trennung des Weilers Kripp von der Muttergemeinde Remagen und dessen Erhebung zur selbstständigen Gemeinde zu befürworten. Der Ort Kripp zählte zu diesem Zeitpunkt 400 Einwohner und 62 Häuser.


Als Gründe wurden dargelegt:
1.) Benachteiligung bei Gemeindeanschaffungen. Trotz gleicher Lasten steht Kripp zurück.
2.) Das Gehalt des Lehrers von Kripp ist gegenüber dem Gehalt des Lehrers von Remagen nicht nach dem Verhältnis der
      Einwohnerzahl angemessen.
3.) Zahlungen an den Frühmessner in Remagen sind ohne eigenen Nutzen.
4.) Ohne Trennung von Remagen keine eigene Pfarrei.
5) Kripp ist im Stadtrat von Remagen mit nur einem Mitglied zu schlecht vertreten. 1)

Aufgrund des Antrages waren gemäß § 620 der damaligen Gemeindeordnung sämtliche "Meistbeerbten" (Steuerzahler höchster Klasse) sowohl von Kripp als auch von Remagen zu hören und deren Erklärung binnen 6 Wochen dem königlichen Landrat vorzulegen. Die Kripper hatten als Antragsteller den Nachweis zu führen, "vom Genusse des Gemeindevermögens benachteiligt zu sein". Die Ablehnung des Landrates Schraut erfolgte am 18.12.1845 mit der lapidaren Begründung

„...da voraussichtlich der Schöffenrath auf die beantragte Trennung nicht eingeht, auch die vorgetragenen Motiven jetzt noch nicht eine solche rechtfertigen - jede Unterstützung zur Zeit noch fruchtlos sein würde. Sollte, nachdem die Gemeinde Ordnung eingeführt ist, die dasige Ortschaft die....Trennung wünschen, und deren Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit triftiger nachweisen können, so habe ich nichts dagegen, wenn dann der Antrag erneuert wird.“ 2)

Trotz Ablehnung hielten die Kripper weiterhin unbeirrbar an ihrem Vorhaben fest.

Auf einer Versammlung der Meistbeerbten von Remagen und Kripp „auf dem Stadthause zu Remagen dem 6ten Januar1800 sieben und vierzig“ erklärte der Remagener Bürgermeister Deinet nach Verlesung der Kripper Petitionen der Versammlung das städtische Gutachten, indem „das Getrennt Gemeinde Vermögen von 66 Morgen Ländereien etwa auf ein Reinertrag von 304 Thalern stellte; daß sonach wenn auch der Weiler Kripp hiervon der sechste Theil nach der jetzigen Seelenzahl berechnet, also an Rein Ertrag 51 Thaler oder den 30 fachen Werth hiervon 1530 Thaler abgegeben würde, es demselben gewiß zu schwer falle hiervon die Gemeinde Bedürfnisse zu bestreiten indem diese sich jährlich s wenigstens 280 Thaler stellten; Außerdem auch die Grenze des evt. Gemeinde Bannes von Kripp wahrscheinlich nur nach den jetzigen Besitzungen der Krippener Einwohner für ..(?)… stellt und dadurch deren Gemarkung so klein werden würden, daß die Umlagen auf die Grundsteuer eben so hoch wie die Grundsteuer selbst berechnet werden müßten und dieselben / Anwesenden / zur gewissenhaften Abstimmung über die beabsichtigte Trennung wiederholt aufgefordert....“, erklärten sich die 17 Meistbeerbten von Kripp mit ihrer Unterschrift für die beantragte Trennung, indem sie „ihren Antheil von dem Gesamt Gemeinde Vermögen“ verlangten.
Im Gegenzug stimmten die 59 Meistbeerbten der Stadt Remagen mit ihrer Unterschrift gegen das Projekt der beabsichtigten Trennung der Ortschaft Kripp von der Stadtgemeinde Remagen „weil das Gesamt Gemeinde Vermögen von jeher und zwar schon ehe man von der Entstehung der Kripp etwas wußte, stets der Stadt Remagen zugehörte“ und die vorgelesenen Kripper Petitionen „durchaus keine Gründe darstellen, welche die Trennung rechtfertigen weil im Gegentheil die Petionen nur reine Lügen darstellen, indem Kripp ein vollständiges Schulgebäude incl. Lehrerwohnung und überhaupt mehr aus Gemeindemitteln erhalten hat als ihm verhältnismäßig zusteht." 3)

Zwecks Kostengegenüberstellung wurde auf Anordnung der Regierung vom 5.3.1847, Nr: 358 ein Verzeichnis „der seit 1817 bis incl. 1846 aus der Gemeinde Kasse von Remagen bestrittenen Ausgaben für Bauten pp, sowohl für die Stadt Remagen und für den Weiler Kripp, behufs der Beurtheilung der von letzteren gegen ersteren erhobenen Beschwerde“ angelegt, indem nachweislich 1821 erstmals Ausgaben aus der Gemeinde Kasse für Kripp für die Wasserversorgung 23 Taler, 3 Silbergroschen und 1822 zwei Taler,10 Sgr., sowie 1825 35 Taler für die Schule getätigt wurden. Des Weiteren ist daraus zu ersehen, dass 1839 für Kripp Schulgeldeinnahmen von 109 Taler und 18 Sgr. den Ausgaben an Lehrergehalt von 110 Talern gegenüber standen.
Insgesamt standen während dieser Zeit eine Ausgabenhöhe für Kripp von 4.042 Taler, 5 Sgr. und 10 Pfennige den Ausgaben der Stadt Remagen von 10.235 Taler, 24 Sgr. und 7 Pfennige gegenüber. Seitens der königlichen Regierung in Koblenz -Abteilung des Innern- wurde jedoch das Kripper Anliegen am 21.Okt. 1847 mit dem Bemerken: "...demzufolge dem Antrage der Meistbeerbten von Kripp...( )...höheren Orts nicht befürwortet" abgelehnt. 4)
Die Sache ruhte, weil gegen die Meistbeerbten von Remagen, die vehemennt gegen eine Trennung waren, vorerst keine Aussicht auf Erfolg bestand bis zum März 1877, als 26 Kripper die Wiederaufnahme ihrer Freiheitsbestrebungen beschlossen. 5)

Ein erneuter Loslösungsversuch erfolgte am 3.März 1877, als der Kripper Bezirksvorsteher Rick von einem Komitee von 90 „Meistbeerbten“ beauftragt wurde, dem Remagener Bürgermeister Beinhauer ihr Freiheitsbegehren vorzutragen, dass jedoch nach zweijähriger Prüfung höheren Orts wiederum erfolglos beschieden wurde.
Mit Datum vom 10. Dez. 1877 betrug die Gesamtfläche des Grund- und Hausbesitzes der Ortschaft Kripp = 96 Hektar, 88 Ar, 13 Meter, sowie 7 Hektar, 65 Ar und 62 Meter an Holzung, „in Summa = 104 Hectare, 53 Are, 75 Mtr." 6)

Am 22. Juli 1878 beschloss die Landbürgermeisterei Sinzig Kripp aufzunehmen. Der Remagener Bürgermeister Beinhauer hielt am 18. Sept. 1878 eine Versammlung ab, zu der er alle „Meistbeerbten“ persönlich eingeladen hatte. Von 91 erschienen 52. Davon stimmten 41 für die Trennung und 11 dagegen. Die Abwesenden wurden als Gegner der Abtrennung angesehen. Die Regierung nahm am 12. Juni 1879 Abstand von weiteren Verhandlungen.

Der stetige Kampf der Kripper um die Unabhängigkeit von Remagen ergibt sich aus einem Zeitungsausschnitt über die Unzufriedenheit der Kripper bei der neuen Aufstellung des Stadtrates vom 22.6.1930. „...Die Kripper wollen keine Schwierigkeiten machen, wenn eine gerechte Verteilung vorgenommen wird. Die Interessen von Kripp müssen gewahrt werden, also stellt Kripp einen Anspruch auf einen Beigeordneten, da Kripp 29 % der Wähler stellte, ¼ der Bevölkerung kann man nicht ohne Beigeordneten lassen.“ 7)

Ein letztmaliges Gesuch zur Loslösung erfolgte 1950, als mit Schreiben vom 2. Juni 1950 des gebildeten Aktionsausschusses "Kripper Bürger" der Remagener Stadtrat von Bezirksvorsteher Dannemann gebeten wurde, den Wunsch nach Verselbstständigung des Ortsteiles zu gestatten.
Im Anhang befanden sich noch 246 beigefügte Willenserklärungen Kripper Bürger.
Der unausgesprochene Grund lag wohl in dem hohen Steueraufkommen des Kripper Gewerbes, dass das Steueraufkommen Remagens weit übertraf und mit den Minimalinvestitionen in Kripp Die Bilanzierungen über Einnahmen und Ausgaben für den Ortsteil Kripp sollte auf Antrag Dannemanns dem Aktionsausschuss vorgelegt werden.
Durch einstimmig gefassten Beschlusses des Remagener Stadtrates wurde der Bürgermeister zur Weiterleitung des Gesuches an den Landrat mit der Begründung "Der Stadtrat von Remagen sieht keinerlei Veranlassung, den Selbstständigkeitsbestrebungen des Stadtteiles Kripp, sich von der Stadtgemeinde Remagen zu trennen und eine eigene Gemeinde zu werden, Widerstand entgegenzusetzen" beauftragt. 8)

Über die weitere Ausführung des Beschlusses des in der letzten Stadtratssitzung im September 1950 scheidenden Bürgermeisters Firsching behandelten Antrages fand man in den nachfolgenden Stadtratsprotokollen unter dem ab 28.12.1950 neu amtierenden Bürgermeister Kemming keine Erwähnung mehr.


Selbst nach dem Ausscheiden Dannemann´s 1952 aus dem Stadtrat wurde das Thema dort offensichtlich nicht mehr behandelt. 9)  Es ist anzunehmen, dass das Kripper Begehren politisch gesehen im Sande verlaufen ist.

Bis heute kam es nicht zu einer kommunalpolitischen Trennung. 1969 wurde Kripp nach der neuen Gemeindeordnung ein eigener Ortsbezirk mit einem Ortsbeirat mit 10 Mandate und einem Ortsvorsteher.
Aus diesen schwelenden Streitigkeiten heraus dürfte wohl dem Sinne nach der oft überlieferte Schimpfname der Kripper, die Remagener Stadtbewohner recht abfällig als „Remajene Säusschwänz“ zu titulieren, herrühren.
Die fleißigen Kripper wollten wohl damit zur Überheblichkeit der Remagener sagen, dass sie das Schwein aßen und den „vornehmen Städter“ lediglich nur der Schweineschwanz blieb.
Der ehemalige Remagener Bürgermeister Kürten symbolisierte um 1980 diese Anekdote während einer Karnevalsitzung in Kripp, indem er als Remagener bei der Begrüßung auf der Bühne wortlos einen Schweineschwanz aus seiner Hosentasche zog und diesen demonstrativ der Kripper Narrenschar zeigte. 10)


Willy Weis/ Hildegard Funk, Kripp


Quellen:
1) Lagerbuch der Pfarrei Kripp, Pfarrarchiv St. Peter und Paul Remagen
2) LHAKo 635/ 465 Loslösungsbestrebungen
3) wie lfd. Nr. 2
4) Lagerbuch der Pfarrei Kripp, S.6, Pfarrarchiv St. Peter und Paul Remagen
5) wie lfd. Nr. 2
6) wie lfd. Nr. 1
7) LHKo 635/ 465, unbekannter ZA vom Juli 1930 „Erste Sitzung des neu gewählten Stadtrates in Remagen“
8) H.P. Kürten, Chronik von Kripp anlässlich zum 125jährigen Bestehen des JGV Kripp, S.16
9) mündliche Angaben Stadtarchivar Kurt Kleemann, Remagen
10) mündliche Angaben H.P. Kürten, ehemaliger Bürgermeister von Remagen


Verzeichnis
der „Meistbeerbten“ in der Ortschaft Kripp 1878
Abschrift: LHAKo 635/ 465 (Loslösungsbestrebungen)

Arzdorf, Franz Tagelöhner
Arenz, Franz Schreiner
Bockmann, Jakob Krämer
Betzing, Christian Tagelöhner
Betzing, Gottfried I Fischer
Betzing, Gottfried II Ackerer
Betzing, Johann I Aufseher
Betzing, Johann II Tagelöhner
Betzing, Wilhelm Ziegelbrenner
Blanck, Wilhelm Ziegelbrenner
Breuer, Adam Tagelöhner
Breuer, Adolph Ackerer
Breuer, Andreas Schiffer
Breuer, Edmund Ackerer
Breuer, Hilarius Schiffer
Breuer, Johann III Schiffer
Breuer, Peter Joseph Ackerer
Brockhausen, Anton Rentner
Bruder, Anton Ackerer
von Coburg, Ernst Oberstleutnant
Dahm, Johann Schuster
Dahm. Laurenz Ziegler
Delord, Michael Ziegler
Ensen, Jacob Tagelöhner
Eulenberg, Johann Wirt
Fendel, Theodor Lehrer
Geef, Peter Ackerer
Goedkoop, Lerucha Kaufmann
Gries, Michael I Lumpensammler
Gries, Michael II Lumpensammler


Hammer, Gottfried Ziegler
Gries, Philip Fabrikarbeiter
Jaeger, Heinrich Schiffer
Kerren, Adam Ackerer
Kirschbaum, Johann Ackerer
Kirschbaum, Joseph Ackerer
Kleine, Franz Jos. Rentner
Kolk, Johann Wilh. Krautsieder
Kolk, Wilhelm Rentner
Küpper, Wilhelm Tagelöhner
Küster, Johann Fährmann
Küster, Wilhelm Tagelöhner
Lohmer, Franz Ackerer
Lohmer, Johann Wirt
Lohmer, Heinrich Flurhüter
Lüttgen, Johann Sattler
Lüttgen, Peter Sattler
Lux, Mathias Tagelöhner
Marx, Josefine Krämer
Marx, Johann I Ziegler
Marx, Joseph Tagelöhner
Merchet, August Rentner
Neu, Jacob Rentner
Obermann, Louis Fabrikbesitzer
Obermann, Peter Jos. Reisender
Oellig, Anton Sandsteinfabrikant
Palm, Math. Jos. Ziegler
Perzborn, Michael Maschinenputzer
Rick, Anton ?
Rick, Heinrich Tagelöhner


Rick, Johann Ackerer
Rübenach, Jacob Krämer
Rübenach, Ignatz Ackerer
Schaefer, Michael Ackerer
Schaefer, Peter Ziegler
Schmidt, Johann Ziegler
Schmidt, Mathias Maurer
Schulten, Johann Ziegler
Schwäbig, Mathias Ackerer
Syberz, Heinrich Ackerer
Syberz, Richard I Ziegler
Syberz, Richard II Tagelöhner
Sorgenfrey, Gottfried Drechsler
Tempel, Andreas Tagelöhner
Stoffels, Heinr. Jos. Tagelöhner
Tempel, Anton Ackerer
Tempel, Peter Nachtwächter
Thelen, Peter Ackerer
Ueberbach, Peter Schuster
Valentin, Georg Fischer
Wahl, Nikolaus ohne
Weske, Martin Tierarzt
Betzing, Joseph Ziegler
Rothbrust, Nikolaus Tagelöhner
Thiel, Karl Joseph Schmied
Schmidt, Karl Ziegler
Blank, Bernhard Ziegler
Betzing, Johann Tagelöhner
Schumacher, Michael Ackerer
Thelen, Johann Heinr. Fabrikant



Als Quellenanlagen der Loslösungsbestrebungen dienen die nachfolgenden Abschriften der
im im Landeshauptarchiv Koblenz unter der Signatur LHAKo 635/ 465 archivierten
Besprechungsprotokolle.


Nachfolgende Protokollabschriften:

Kripp, den 17ten Dezember 1845 betreffend

Die Trennung der Filialgemeinde Kripp von Remagen


An Herrn Landrath

Euer p.p. Unsere Gemeinde ist seit ihrem Entstehen mit der Gemeinde Remagen zu einer Gemeinde verbunden gewesen. Sie ist bereits zu 400 Seelen herangewachsen und nimmt noch fortwährend durch neue Ankömmlinge stark zu; sie zählt 62 Häuser und ist von Remagen eine Stunde entfernt. Wir haben die in den Kriegsjahren entstehenden Schulden gemeinschaftlich getilgt und sowohl zu den Bedürfnissen der Stadt Remagen; als zu ihren Bequemlichkeiten unser Theil von jeher mit zu geschlossen; dagegen sind uns aber von der Gemeinde Remagen unsere dringendsten Bedürfnisse noch ein gutwillig zugestanden worden. So erhielten wir unser Schulhaus und einen einzigen Gemeindebrunnen welche beide Gegenstände allein wir aus der Gemeinde Kasse erlangt, nur aufzuweisen haben, erst dann, nachdem wir zuvor mehrmals den Schutz Königlicher Hochlöblicher Regierung nachgesucht hatten. Ebenso verhält es sich mit dem Gehalte des hiesigen Lehrers. Es sind nun in unserer Gemeinde noch mehrere dringenden Anschaffungen zu bestreiten, die wollten wir Sie bei bestehenden Verbande mit Remagen aus der dortigen Gemeinde Kasse verlangen zu endlosen Streitigkeiten führen würden.
Um nun allen dem vorzubeugen und die Hindernisse, die der Entwicklung und dem bürgerlichen Wohlstande unserer Gemeinde im Wege stehen, zu beseitigen, müssen wir den Wunsch äußern, daß unsere Gemeinde von der Stadt Remagen getrennt werde, wozu der jetzige Zeitpunkt, da die neue Gemeinde eingeführt wird, für passend erachten.
Wir erlauben uns nun aus den aufgeführten Gründen die ergebenste Bitte, daß es Euer Hochwohlgeboren gefallen möge in der besagten Beziehung das nöthige zu verfügen.


Euer Hochwohlgeboren unt urthänigster

gez. Heinr. Hertgen Schöffe
Carl Kerren Beistand
Johann Lohmer Beistand“

------------------------------------

Antwortscheiben des Landrates vom 18,12.1845

Nr. 5001 18/12/45

„B.m. Dem Ortsvorsteher zu Kripp mit dem Bemerken zurück zureichen, daß, da voraussichtlich der Schöffenrath auf die beantragte Trennung nicht eingeht, auch die vorgetragenen Motiven jetzt noch nicht eine solche rechtfertigen - jede Unterstützung zur Zeit noch fruchtlos sein würde. Sollte, nachdem die Gemeinde Ordnung eingeführt ist, die dasige Ortschaft die....Trennung wünschen, und deren Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit triftiger nachweisen können, so habe ich nichts dagegen, wenn dann der Antrag erneuert wird.


Ahrweiler den 18ten Dezember 1845
Der Königliche Landrath
gez. Schraut“



Erneute Begründung des Kripper Komitees vom 22.12.1845

Euer Hochwohlgeboren wollen es uns nicht übel nehmen, wenn wir nachstehend die Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit der Trennung unserer Gemeinde trifftiger nachweisen, als es in unserer Eingabe vom 17ten dieses Monats geschehen.

Welch unfügliche Mühe und Belästigungen der Hochlöblichen Regierung von unserer Seite, der Neubau unseres Schulhauses und die Herstellung unseres Brunnens gekostet hat, davon geben die betreffenden Akten Zeugnis.
Wenn man nun bedenkt, daß der Stadträthe von Remagen damals, als wir noch ein zuvor etwas aus der Gemeinde Kasse erhalten hatten, in der Stadt Remagen aber in kurzer Zeit wohl gegen 10.000 Thlr. voraus gegeben worden waren, wozu auch wir unseren Antheil mit zugeschossen haben, sich aus allen Kräften wiedersetzte, so muß man jetzt an Herstellung verschiedene unumgängliche nöthigen Gegenstände für Kripp aus der Gemeinde Kasse z.B Straßenpflaster, Brandspritze, Ökonomie Gebäude zum Schulhause, für die Rheinbewohner einen Brunnen und einen 2ten an die Oberkripp dessen Nothwendigkeit sich bei dem Brand vom Aufdermauer herausgestellt hat, verzweifeln. Sogar sucht der Stadtrath von Remagen zum Vortheilen der Stadt und Nachtheilen der Kripp durch Scheingründen zu däuschen, worüber nachstehende Thatsache zum Belage dienen mag; nachdem dem hiesigen Lehrer von Hochlöblicher Regierung ein Gehalt von 123 Thlr. zugesichert war, weigerte sich der Stadtrath von Remagen, solches aus der Gemeinde Kasse zu zahlen, unter dem Vorgeben, das sich die Be..hältungen der Lehrer von Remagen zu der Besoldung für den Lehrer zu Kripp verhalten mußte, wie Remagen zu Kripp, und demnach solle dem Lehrer zu Kripp 103 Thlr.zu, dem Lehrer zu, da Kripp ein sieben Theil von Remagen sey. Wie gesagt war das ein Scheingrund, womit sich der Stadtrath von Remagen ausgeholfen hat, da noch ein zuvor, wenn für die Stadt Remagen 1000 Tausende verausgabt wurden, von einer solchen Gleichstellung auch nur Reden gewesen.
Übrigens war aber auch die damals hinsichtlich des Lehrers Gehalts gemachte, unwichtig, da Kripp nicht ein siebentheil sondern nur ein fünftheil von Remagen ist. Kripp zahlt unter dem Tittel Kultus Kosten, an den Frühmessner von Remagen der dort bloß zur Bequemlichkeit der Bürger von Remagen bestellt ist, nicht zum Amte gehört und für die Bürger von Kripp gar kein Vortheil gewährt jährlich einige Thlr. 30 und so bereits mehr als Tausend Thlr. Unbilliger Weise gezahlt, wogegen die Bürger von Kripp den Gottesdienst an Sonn-und Feiertagen durch Beiträge aus eigener Tasche bestreiten müssen. Diesen Uebelstand haben wir vor 2 Jahren der königlichen hochlöblichen Regierung vorgetragen und auf Abschaffung desselben angetragen, alleine, wir haben zur Antwort erhalten, daß wir davon nicht los kommen könnte, weil wir mit Remagen einen Gemeinde Verband ausmachten. Dieser Uebelstand allein, abgesehen von allem anderen , das wir nämlich von diesem unbilligen Kultus Kosten eher nichtz los kommen, und Kripp auch eher nicht zu einer Pfarr Gemeinde erhoben werden kann, welches letztere besonders Noth thut und in welcher Hinsicht auch früher von uns bei den betreffenden Behörden Antrag gemacht worden, die aber ebenfalls aus dem Grund der Einheit mit Remagen abgewiesen worden sind , rechtfertigen allein unseren Antrag auf Trennung . Was nun die Einwilligung des Schöffenrathes von Remagen betrifft, so gibt unser Ja so viel wie dessen Nein; verweigert der Stadtrath seine Einwilligung , so gibt er dadurch zu erkennen, daß die Stadt Remagen dadurch im Vortheil ist, was, nicht sein soll; ist sie aber nicht im Vortheil so muß es dem Stadtrathe gleichgültig sein, ob Trennung statt …..oder nicht den vorgetragene Motiven fertigen mehr als genug unseren Antrag auf Trennung und zu dieser Angelegenheit eine kräftige Vertretung für Kripp nöthig ist, und …. von Seite der Stadt Remagen mit dem Vorhaben umgeht, hierzu Kripp keinen Gemeinde Rath im Sinne der Gemeinde Ordnung an zu ….., sondern nur ein Mitglied von Kripp zu dem Gemeinde Rath von Remagen zu zulassen, müssen wir auch den Wunsch äußern, daß die Gemeinde Ordnung auch hier eingeführt werde und um so mehr der auf Trennung vorgetragen wird.
Wir erlauben uns nun die Freiheit Euer Hochwohlgeboren ergebenst zu bitten die vorgetragenen Motive berücksichtigen und hinsichtlich der Trennung das Nöthige verfügen zu wollen.


Euer Hochwohlgeboren
ergebenste

gez. Hertgen Schöffe
gez. Lohmer Beigeordneter
____________________________


Verhandelt auf dem Stadthause zu Remagen dem 6ten Januar
1800 sieben und vierzig. (1847)

Anwesend waren:


1.) Bürgermeister Deinet Vorsitzender
2.) Michel Josef Schaefer Beigeordneter
3.) Johann Adam Hoffmann
4.) Johann Peter Schmitz   
5.) Bernard Windheuser
6.) Michel Joseph Langen
7.) Peter Joseph Langen III
8.) Emmerich Joseph Schneider
9.) Peter Färber
10.) Wilhelm Joseph Limbach
11.) Johann Joseph Langen
12.) Goswin Pira
13.) Peter Josepf Kleesattel
14.) Mathias Oberstadt
15.) Christian Fasbender sr.
16.) Hermann Hürter
17.) Theodor Derichsweiler
18.) Johann Wilhelm Fasbender
19.) Severin Josepf Schneider
20.) Gottfried Cahn
21.) Johann Wickel
22.) Peter Josepf Berger sr.
23.) Jacob Fasbender sr.
24.) Mathias Strang
25.) Wilhelm Langen
26.) Peter Josepf Maagh
27.) Jacob Knauth
28.) Gottfried Fink
29.) Jacob Knauth
30.) Math. Josepf Münch
31.) Peter Hoppenau
32.) Peter Josepf Lohmer sr.
33.) Martin Denn
34.) Joh.Christian Knauth jr
35.) Hubert Neukirchen
36.) Jacob Kütter
37.) Stepfan Martinengo
38.) Peter Josepf Langen jr.
39.) Anton Hillen
40.) Ferdinand Antweiler
41.) Michel Dung
42.) Johann Ley
43.) Johann Ockenfels jr.
44.) Peter Schaaf
45.) Joh. Christ. Ockenfels
46.) Emmanuel Frembgen
47.) Leonhard Hehs
48.) Franz Wilh. Schneider
49.) Otto Caracciola
50.) Augustin Frembgen
51.) Joh.Peter Saes
52.) Konrad Phillipps
53.) Philipp Hauperich
54.) Anton Blümeling
55.) Severin Josepf Meurer
56.) Balthasar Klein
57.) Wilh. Jos. Langen
58.) Pet. Jos. Denn
59. ? 
60.) Heinrich Hertgen
      (Dorfvorsteher)
61.) Andreas Honnef
62.) Gottfried Öllig
63.) Christian Aufdermauer
64.) Paul Rick
65.) Wilhelm Öllig
66.) Gerhard Öllig
67.) Karl Kerren
68.) Johann Lohmer
69.) Heinrich Tempel
70.) Anton Tempel
71.) Edmund Breuer
72.) Lambert Kirschbaum
73.) Christian Betzing
74.) Johann Eulenberg
75.) Sebastian Rick
76.) Josepf Hertgen 




  
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen
Remagen

Remagen
Kripp

Kripp
Kripp
Kripp

Kripp
Kripp
Kripp

Kripp
Kripp
Kripp
Kripp
Kripp
Kripp

Kripp
Kripp
Kripp
Kripp
Kripp














Zur Erledigung der Verfügung des königl. Herrn Landraths
vom 14ten October 1846 Nr.140 versammelten sich am
vorbemeldeten Tage in Folge vorhergegangener öffentlicher
Bekanntmachung und gezielter Einladung die hierneben
genannten Meistbeerbten der Stadt Remagen sowie des
Weilers Kripp auf dem hiesigen Stadthause um über die von
dem Vorstande des Weilers Kripp beantragte Trennung des
Dorfes Kripp von der Stadt Remagen mit ihrem Gutachten
gehört zu werden.

Nachdem der Vorsitzende – Bürgermeister Deinet- den
Anwesenden die desfalsigen an den königl. Herrn Landrath
gerichteten Petitionen des Ortsvorstandes von Kripp vom 17ten
und 22ten Dezember 1845 laut und wörtlich vorgelesen; den
Anwesenden sodann in seinem Vortrage deutlich auseinan=
dersetzte, daß sich das Getrennt Gemeinde Vermögen von 66
Morgen Ländereien etwa auf ein Reinertrag von 304 erl...stellte;
daß sonach wenn auch der Weiler Kripp hiervon in Remagen
der sechste Theil nach der jetzigen Seelenzahl berechnet, also
an Rein Ertrag 51.. oder den 30 fachen Werth hiervon 1530 ..b
abgegeben würde, es demselben gewiß zu schwer falle hiervon
die Gemeinde Bedürfnisse zu bestreiten indem diese sich jährlich
wenigstens 280 rl ... stellten;
Außerdem auch die Grenze des evt. Gemeinde Bannes von Kripp
wahrscheinlich nur nach den jetzigen Besitzungen der Krippener
Einwohner für … stellt und dadurch deren Gemarkung so klein werden
würden, daß die Umlagen auf die Grundsteuer eben so hoch wie die
Grundsteuer selbst berechnet werden müßten und dieselben /
Anwesenden / zur gewissenhaften Abstimmung über die beabsichtigte
Trennung wiederholt aufgefordert, aufgefordert, erklärten sich die
Unterzeichneten für die Trennung und zwar. Aus den ich ihren Petionen
vom 17ten und 22ten Dezember 1845 enthaltenen resp.vorgegebenen
Motiven erklären sich die nachbenannten Meistbeerbten für die
beantragte Trennung indem sie ihren Antheil von dem Gesamt
Gemeinde Vermögen verlangen und haben nach Vorlesung
unterschrieben.

gez. Hertgen
gez. Honnef
gez. Öllig
gez. Breuer
gez. Betzing
gez. Öllig
gez. Lohmer
gez. S. Rick
gez. Ant.Tempel
gez. Jos, Hertgen
gez. Kerren
gez. Hand TTT zeichen des Heinrich Tempel
gez. Tempel
gez. Kirschbaum
gez. Gerhard Öllig
gez. Hand TTT zeichen des Sebastian Rick
gez. Aufdermauer






Sämtliche Meistbeerbten der Stadt Remagen welche anwesend waren erklärten sich aus folgenden Gründen gegen das Projekt der beabsichtigten Trennung der Ortschaft Kripp von der Stadtgemeinde Remagen,nämlich:

1. Weil das Gesammt Gemeinde Vermögen von jeher und zwar schon ehe man von der Entstehung der Kripp etwas wußte, stets der Stadt Remagen zugehörte.
2. Weil die verlesenen Petitionen vom 17ten und 22.Dezember 1845 durchaus keine Gründe darstellen, welche die Trennung rechtfertigen weil im Gegentheil die Petionen nur reine Lügen darstellen, indem Kripp ein vollständiges Schulgebäude incl. Lehrerwohnung und überhaupt mehr aus Gemeindemitteln erhalten hat als ihm verhältnismäßig zusteht.


 

Nach Vorlesung und Genehmigung haben sämtliche Anwesende unterschrieben.

gez. Schaefer Beigeordneter, gez. Schmitz, gez. Langen, gez. Windhäuser, gez. Derichsweiler gez. J.W.Schneider, gez. M.J.Langen, gez. Limbach, gez. Münch, gez. Klein, gez. Hürter, gez. Fahsbender, gez. Hoffmann, gez. Schaaf, gez. Langen, gez. Fink, gez. Joh. Wickel, gez. Denn, gez. Langen, gez. Pira, gez. Ockenfels, gez. Hillen, gez. Frembgen, gez. Meurer, gez. Neukirchen, gez. Knauth junior, gez. F.J. Schneider, gez. Martinengo, gez. E.J. Schneider, gez. Conrad Phillipps, gez. Hehs, gez. Berger, gez. Lohmer, gez. Arenz, gez. G. Fink, gez. Frembgen, gez. Fahsbender, gez. Hand +++zeichen Hoppenau, gez. R. Antweiler, gez. Oberstadt, gez. Maagh, gez. G. Cahn, gez. Denn, gez. Blümeling, gez. Fahsbender, gez. Färber, gez. Kütter, gez. Süs, gez. Langen, gez. Kleesattel

1877 Erneutes Ersuchen der Kripper Meistbeerbten


Protokollabschrift:
Kripp, den 11. März 1877

Die unterzeichnenden steuerpflichtigen Einwohner von Kripp, halten eine Trennung des Ortes von der Gemeinde Remagen für wünschenswerth und beauftragen ein namhaft gemachtes Comite sich zu diesem Zwecke mit Euer Königlichen Regierung in Verbindung zu setzen, um in Erfahrung zu bringen, ob und unter welchen Bedingungen dies möglich ist.
Die Beauftragten des Comite ferner ihre Interessen zu wahren, überzeugt alles zu versuchen den Antrag zu einem befriedigenden Abschlusse zu bringen und eventuell die laufenden Angelegenheiten weiterzuführen.

 Das Comite ist gewählt aus:

Franz Kleine
Joh. Rick
Gottf. Sorgenfrey
Math. Schwäbig
Jos. Breuer
Math. Jos. Palm
Adolph Breuer


v. g. u.

gez. gez: Jacob Ensen, Josef Marx, Joh. Schulten, Jos. Laux, Jos. Breuer, Johann Lüttgen, Martin Weske, Denacker, Chr. Betzing, Jacob Rübenach, Georg Valentin, Edmund Breuer, Michael Schäfer, Balth. Eulenberg, Joh. Betzing IV, Peter Thelen, Joh. Rohsmann, Gottf. Valentin, Wilh. Blank, Heinr. Jägere, Math. Schmitt, Gottfr. Tempel, Mich. Gries II, Joh. Oelligschläger, Joh. Marx II, Mich. Gries I, Heinr. Sybertz, Rich. Sybertz II, Peter Joh. Jaeger, Joh. Betzing II, Joh. Marx I, Anton Tempel, Joh. Jos. Schmitz, Gottfr. Jäger, W. Betzing, St. Gries, Joh. Hammer, Mich. Delord, Adam Kerren, Nicklaus Rothbrust, Anton Bruder, Math. Brenner, Joachim Marx, Joh. Rick, Math. Schwäbig, M.J. Palm, Gottf. Sorgenfrey,


Geschehen wie oben.

gez. F. Kleine                                           gez. Louis Obermann
Präsident der Versammlung                Secretair



nachträglich unterschrieben wegen Verhinderungen

gez.: gez.: Gottfried Betzing II, Johann Kirschbaum, Lorenz Dahm, Joh. Schumacher, Joh. Wilh. Kolk, Gottfr. Schäfer, Anton Kröll, Heinr. Jo. Stoffels, Joh. Breuer III, Gottf. Betzing, Joh Adam Breuer, Carl Schmitt, Joh. Dahm, Peter Joh. Schäfer, Hubert Münch, Nicolaus Wahl, Wilh. Küpper, Gottf. Hammer, Gottf. Rick, Adolph Breuer, Ant. Brochhausen, Anton Oellig, Beckmann, v Coburg, J.Joh, Eulenberg, Gerh. Oellig, Pet. Ueberbach, Rich: Sybertz I, Wilh. Küster, Math. Luchs, Mich. Schumacher, P.J.Obermann, Mich. Pertsborn, Andr. Tempel, Math.Jos. Arzdorf, jg. Rübenach, Franz Arzdorf, Barth. Schmitz, Stephann Mertens, Heinr.Jos. Rick, Pet. Brenner II.


Protokollabschrift: LHAKo 635/ 465 (Loslösungsbestrebungen)

Wir ersuchen um gefl. Bekanntmachung ….ecteren? Erlaubnis zu einer am 4.ten dfl. Nachmittags 4 Uhr abzuhaltende Versammlung in Locale ohne Johann Schmitz bezweckend „Besprechung Gemeinde Angelegenheiten“, hauptsächlich Trennung unseres Dorfes Kripp von Remagen.

Kripp 2 May 1877
Der Bezirksvorsteher Rick

 Kripp

Johann Marx Obermann
Hubert Münch Joh. Rick
Michael Delord Betzing II
Gottfried Jaeger Wilhelm Küster
Anton Bruder B. Sorgenfrey
Johann Kirschbaum Wilh. Blank
Joachim Marx Georg Jaeger
Jos. Gries Joh.Jos.Schmitz
Johann ?
Georg Valentin
?unleserlich
Gottfried Valentin
Jacob Rübenach
Joseph Breuer
? Eulenberg
Gottfried Hammer
Adolph Breuer
?. Jos, Palm
Jos. Betzing




Protokollabschrift: LHAKo 635/ 465 (Loslösungsbestrebungen)

Zur Urkunde dieses wurde gegenwärtige Verhandlungen aufgenommen und von dem Bürgermeister als Vorsitzender unterschrieben und geschlossen zu Remagen am Tag des Abends um sechs Uhr.


u. a. J?

Der Bürgermeisters