Holzkreuz am Sandweg    © weis/funk 1995

Ein Wegkreuz aus Holz aus jüngerer Zeit mit einem steinernen Blumenkasten ziert die Ecke Sandweg/Quellenstraße. Über dieses Kreuzes ist lediglich bekannt, dass es nach dem Ersten Weltkrieg in dieser Ausführung von einer im Unterdorf wohnenden Familie gestiftet und errichtet wurde. Der nähere Grund der Stiftung konnte leider nicht in Erfahrung gebracht werden. Bei dem Holzkreuz, das bei jedem mittlerem Hochwasser in dem nassen Element stand, war durch Fäulnisschäden die Standsicherheit im Laufe der Jahrzehnte nicht mehr gewährleistet und es wurde somit Opfer des Jahrhunderthochwassers 1993/94. Im Januar 1994 wurde es als Treibgut von einem verantwortungsbewussten Bürger aus den Hochwasserfluten gefischt.
Der Bürger-und Heimatverein erneuerte das desolate Kreuz durch ein neues Kreuz aus Eichenholz, original nach den Vorgaben des alten Kreuz. Dank einiger beherzter spendenbereiter Bürger konnte das neue Kreuz im Mai 1994 wieder aufgestellt und durch Pfarrer Birtel eingesegnet werden.



Das Holzkreuz lädt mit den aufgemalten Spruch auf dem Querbalken "Willst Du Gottes Liebe sehn, so bleib vor diesem Kreuze stehn " den Betrachter zum kurzweiligen Nachdenken ein. Mündlichen Überlieferungen älterer Bürger soll an dieser Stelle ein Kreuz mit einem Opferkasten für die Schiffer und ein Ewiges Licht gewesen sein. Recherchen in älteren geographischen Kartenaufnahmen bezeugen an dieser Stelle der Nachweis eines Kreuzstandortes als Landmarke in Form eines kleinen Kreuzes. Des Weiteren sind im Kapellenbuch verschiedene Eintragungen von Einnahmen aus einem Opferkasten am Ewigen Licht ersichtlich, sowie Ausgaben für die Kosten von Reparaturverglasungen für zerbrochenes Glas am Ewigen Licht.