Cosmas Wolf ©

© weis/funk 2005

Den älteren Krippern besser als „Wolfs Köss“ bekannt, wurde am 15.9.1916 in Pissenheim (heute Werthofen) geboren. Nach dem Volksschulbesuch in Kripp trat er als parteiloser Berufssoldat nach vorheriger Arbeitsdienstableistung 1936 beim Reiterregiment 6 in Schwedt an der Oder der Deutschen Wehrmacht bei.
Bei seiner ersten Feindberührung im Frankreich-Feldzug am „Großen Donon“ (Vogesen) erhielt er das EK II.

                                                   

Beim „Unternehmen Barbarossa“ (Rußland-Feldzug) im Mittelabschnitt eingesetzt, gelangte er bis vor die Tore Moskaus. Beim späteren Rückzug erhielt seine Kavallerieabteilung (Aufklärungsabteilung) den Auftrag, den strategisch wichtigen Brückenkopf Memel unter allen Umständen zu halten, um den Rückzug der Deutschen Armee sowie der Flüchtlinge aus dem Samland und dem Kurland über die Nehrung des Kurischen Haffs zu sichern.
In vorderster Stellung des Brückenkopfes kämpfte er mit den restlichen 150 Soldaten seiner Schwadron und Soldaten versprengter Einheiten, um sich somit in annähernder Bataillonsstärke gegen die pausenlosen Angriffe der Übermacht an russischen Divisionen mit Erfolg standhaft zu wehren und die Stellung zu halten. Einzige Unterstützung bot dabei das auf See liegende Schlachtschiff „Prinz Eugen“ als schwere Artillerie.
Verwundet wurde ihm als Oberfeldwebel Anfang Januar 1945 im Ostseebad Kranz an der Memel für seinen außerordentlich mutigen Einsatz das Ritterkreuz verliehen als Zeichen herausragender persönlicher Tapferkeit.
Nach einem kurzen Verwundetenurlaub in Kripp gelangte er mit der kämpfenden Truppe nach Süddeutschland, wo er sich nach der bedingungslosen Kapitulation in den Bergen bei Oberstdorf versteckte, um sich später in „Räuberzivil“ in Richtung Kripp durchzuschlagen.
Nach Kriegsende verzog der in der Mittelstrasse 23 (heute Haus Eheleute Peter Schäfer) wohnende Ritterkreuzträger 1947 berufsbedingt nach Bad Godesberg, wo er mit seiner 1943 geehelichten Frau Marga, geb. Hammer, aus Linz bis zu seinem Ableben wohnte. Er starb am 24.3.2004 in Krefeld und wurde in Bonn-Bad Godesberg beigesetzt.
Auf Grund seines leidenschaftlichen erfolgreichen kommunalpolitischen Engagements in ehrenamtlicher Tätigkeit in seiner Wahlheimat wurde ihm dort 1987 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Quelle: Mündliche Angaben Cosmas Wolf, Am Turmhof 1, 53175 Bonn. +