Postgeschichte Kripp ©

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Postwesen
Die eigentliche Entstehung der Post resultiert aus dem Wunsch der Menschen zu kommunizieren, um Nachrichten jeglicher Art, ob es private, dienstliche oder militärische Belange betraf, auszutauschen. Diesem Umstand verdanken wir das Postwesen.
Abgesehen von den altrömischen kaiserlichen Boten, die ausschließlich Dienstpost an der Rheinschiene von Mainz-Koblenz-Köln beförderten, geht der Ursprung des Postdienstes wohl zurück bis in die Zeit des Römischen Reichs Deutscher Nationen, in der schon 1516 die bergamaskische 1) Familie von Thurn und Taxis das kaiserliche Postwesen ausübte und nach 1600 begraft und gefürstet das Amt eines kaiserlichen Generalpostmeisters durch verbrieftes Recht für das gesamte Reich innehatten. 2)
Für unser Gebiet relevant dürften die reitenden Postboten sein, die staatliche Kurierpost für die zersplitterten, weit auseinanderliegenden Besitzungen der Habsburg- Burgundischen Besitzungen infolge Vermählung zwischen Tirol, Belgien und Holland auf der organisatorisch mit Relaissystem eingerichteten Postroute Insbruck- Mecheln (NL) entlang an der hiesigen Rheinschiene vorbeiführend, beförderten. Der Austausch von Kurieren und frischen Pferden in den jeweiligen Relaisstationen erhöhte die Postgeschwindigkeit und verkürzte die Laufzeit normaler Kurierpost mit durchschnittlich über 165 km um das 6fache.
Erst ab 1600 konnten gegen eine Gebühr diesen Postreitern Privatbriefe mitgegeben werden, die in dem so genannten „Felleisen“ des Boten transportiert wurden. Nachweise über naheliegende Poststellen auf dieser Postroute wie Breisig, Sinzig und Remagen ergeben sich aus Abrechnungsbelegen sowie Verträgen der Taxischen Reit- und Fahrpost mit dem jeweiligen Landesherren. So ist u.a. 1636 die Wiederaufnahme der Post von Köln nach Wöllstein im Dreißigjährigen Krieg über Remagen belegt; des Weiteren 1708 kurzfristig ein Posthalter Schneider aus Remagen. 3)
Nach den Befreiungskriegen und der Bildung der Rheinprovinz, die durch die Zusammenlegung der ehemaligen Gebiete „Großherzogtum Niederrhein“ und „Provinz Jülich- Cleve- Berg“ durch Preußen entstand, ging das linksrheinische Postwesen an Preußen über.



                                                                        Die Kripper Post im Jahre 1961 in der Voßstraße                            (Bildarchiv Weis/Funk)

Die „Reichspost“ ging aus der Umbenennung der „Bundespost“ des Norddeutschen Reiches nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 aus der Reichspostverwaltung, -jedoch vorerst ohne Bayern und Württemberg- hervor und war bis zum Ende der Monarchie Kaiserlich.
Die noch existierende „Reichspost“ wurde nach der Zerschlagung Preußens unter der Ägide der alliierten Besatzungsmächte nach dem verlorenen II. Weltkrieg 1945 durch eine improvisierte „Deutsche Post“ abgelöst. Die ab dem 1. April 1950 nach einer Neuregelung des Postwesens gegründete „Deutsche Bundespost“ (DBP) wurde infolge der II. Postreform 1991 in „Deutsche Post AG“ umfirmiert.

Postentwicklung in Kripp
Kripp, zweifelsfrei einer der jüngsten Orte im Ahrkreis, ist auch postalisch jung und wurde am 18.September 1849 durch eine „Anordnung des Hohen General Postamtes Bonn“ erstmals erwähnt, indem dem untergeordneten Postwärteramt Sinzig auferlegt wurde, Landbriefzustellungen einzurichten. 4)
Ab dieser Zeit wurde das damals 405 Seelen zählende Dorf Kripp von einem Landzusteller von Sinzig aus zu Fuß dreimal wöchentlich mit an- und abgehenden Briefen, kleineren Geldsendungen und Paketen bis zu fünf Pfund Gewicht versorgt. Das Porto wurde von ihm in roter Tinte auf der Postsendung vermerkt. Somit diente der Landzusteller für Kripp als ein mobiles „Postamt per pedes“. Durch Verfügung der OPD Koblenz vom 1.Juli 1855 wurden sechs Jahre später die Zustellung an allen Orten des „platten Landes“ auf alle Werk= tage ausgedehnt. 5)
Für die Bewohner des Ortsteiles Kripp, etwas abseits gelegen von der Postlinie Koblenz- Köln, war zuvor die Postversorgung bis zur ersten Landzustellung mit einigen Umständen verbunden.
Erwartete man einen Brief oder ein Paket oder wollte selbiges versenden, so war man gezwungen, die nächstliegende Postanstalten Breisig, Remagen, Sinzig aufzusuchen oder die Postexpedition Linz in Anspruch zu nehmen. Für die Außenwelt war der Ort Kripp für abverlangte oder abzusendende Postsendungen postalisch bis dato nur über die vorgenannten Posthaltestellen erreichbar. 6)
Im Zuge der zunehmenden Postbeförderungen mussten zur Verstärkung der Reitpost ab 1704 Postwagen eingesetzt werden, zu denen nun auch Personen zusteigen konnten. In diesem Zusammenhang wird 1723 die Einrichtung einer Reit- und Fahrpost der Kaiserlichen Reichspostanstalt Andernach im Erzstift Köln unter einem taxischen Postmeister, bzw. 1743 die Einrichtung eines Postwagens von Köln bis Mannheim über Köln- Bonn- Andernach- Koblenz bis Worms durch mehrere Verträge der Taxis mit dem Kurfürstentum Trier und Kurpfalz erwähnt. 7)
Infolge der Besetzung des linksrheinischen Rheinlandes durch französische Truppen (1797-1814) kam zeitweise das Postwesen zum Erliegen. Nach einer Regelung wurden laut dem Handbuch des Rhein- Mosel- Departements damals im hiesigen Bereich „die Ufer der Ahr und des linken Rheinufers bis Remagen einschließlich dem Postbureau zu Andernach“ unterstellt. 8)
Ab 1821 wurde von der preußischen Verwaltung eine Schnellpost, die über Sinzig führte, eröffnet und sechs Jahre später um eine weitere erweitert, die bis zur Inbetriebnahme der
linksrheinischen Eisenbahn aufrechterhalten wurde. Für die Kripper bestand die Möglichkeit, durch Zusteigen in die Postkutsche an der Haltestelle Sinzig, die Städte Frankfurt in 21 und Amsterdam in ungefähr 34 Stunden zu erreichen. Wollte man nach Ahrweiler, so musste man an der Sinziger Ahrbrücke zusteigen. Um unnötige Wartezeiten der Postkutsche an Chausseebarrieren oder aufkommenden Hindernissen zu vermeiden, blies der Postillon von Weitem schon sein Posthorn, damit eine ungehinderte Weiterfahrt gewährleistet war. Eine solche Barriere befand sich ab 1852 in Kripp, vermutlich im Bereich der Ortsmitte. Mit dem stürmischen Ausbau der konkurrierenden Eisenbahn verlor die Postkutschenbeförderung zusehends an Bedeutung und wurde bald eingestellt.
1850 wurde das für Kripp zuständige „Postwärteramt Sinzig“ aus der Obhut des Postamtes Bonn entlassen und der neu gegrün­deten Oberpostdirektion Koblenz unterstellt sowie 1851 in eine „Postexpedition“ umgewandelt. Dass die postalische Sicherheit schon zu dieser Zeit recht streng gehandhabt wurde, ergibt sich aus einer Anordnung der königlichen Regierung zu Coblenz von 30ten Dezember 1828, 9) indem Retourebriefe, deren Zustellung nicht zu bewirken gewesen waren, monatlich der Ortspolizeibehörde zur Überprüfung der Angaben des Briefträgers vorgelegt wurden, wobei Retourebriefe aus Dörfern von dem jeweiligen Schulzen, Schöffen oder sonstiger Orts- Behörden auf der Rückseite des Briefes der Grund der Unzustellbarkeit bescheinigt werden mussten. Ab 1851 wurde sogar der Ortsvorsteher ermächtigt, auf Empfangsscheinen „die Richtigkeiten der Unterschrift durch eine mit einem
öffentlichen Siegel versehene Person attestieren zu lassen". 10)
Die Einführung von Briefmarken 1850 als Zahlungsmittel für den Transport von Briefen brachte Veränderungen mit sich. Mit dem Aufkleben der Briefmarke schaffte nun der Absender einen Beleg für die von ihm im voraus entrichtete Gebühr. Zahlte doch bis dato der Empfänger die Gebühr für den Brief.

Die Entwertung der neuen Postwertzeichen geschah zuerst mittels eines Ringstempels und eines zusätzlichen Ortsstempels, der sieben Jahre später durch einen rechteckigen Nummernvernichtungsstempel (Kastenstempel) ersetzt wurde. Jedes Postamt hatte eine eigene Postnummer. Das für Kripp zuständige Postamt Sinzig führte die Nummer „1400“, dessen Kastenstempel heute eine philatelistische Rarität darstellt. 11)
Mit großem Argwohn und Misstrauen wurde diese Neuerung in Form der Frankierung durch Briefmarken von der Landbevölkerung angenommen.
Wegen dieser Skepsis sah sich die Oberpostdirektion zu folgendem Schreiben veranlasst: “… welcher ich die Mithülfe einzelner Bürgermeistereien zur Verbesserungen der Landbriefbestellungen in Anspruch nahm, hat nur bei einzeln das erhoffte Interesse gefunden..( ).. Es handelt sich hierbei nicht um Befriedigung des augenblicklichen Bedürfnisses allein, sondern auch um das Fundament einer Einrichtung, welche vielleicht erst von einer künftigen Generation in ihrem ganzen Werthe anerkannt werden wird...“.12)
1852 wurde in Kripp der erste Briefkasten angebracht, der gemäß Verfügung in eigener Regie durch die Stadt „aus tannenem Holze, mit starken eichenen Frießen, mit Zinkdächelchen..( )… und einer schmalen Zinkbedeckung auf der Kante wo die Dachbretter zusammenstoßen, mit festem Schlosse (a 20 Sgr.), mit dreimaligem Oelanstrich (hellgrau und schwarz) und der Bezeichnung „Brief- Kasten“ (in schwarzer Oelfarbe)“ gefertigt und „am Haus des Schullehrers“ anzubringen war. 13)

       
                                                                                                  Insgesamt waren um 1860 im Stadtgebiet Remagen mit Kripp drei Briefkästen nachweisbar. 14)

Ab 1874 änderten sich mehrmals der Briefkastentyp sowie die Farben, teils in „Blau“ für die kaiserliche Post bis zur Weimarer Zeit, ab 1934 in „Rot“ bzw. ab 1946 in „Ginstergelb“ (RAL 1032).

Ab 1852 erfolgte die tägliche Entleerung des Briefkasten vom Landzusteller um 8.00 Uhr, wobei die Anzahl der im Briefkasten befindlichen Briefe auf einer mitgeführten Kontrollkarte einzutragen und vom Ortsvorsteher zu beglaubigen war. 15)

Mit Zunahme der Landpostzustellungen erfolgte die Beförderung der Paketpost für Kripp von Sinzig aus bis spät nach dem Ersten Weltkrieg bei Schnee und Eis mit einem Pferdeschlitten, ansonsten mittels Fuhrwerk. 16) Die Zahl der im Bereich Remagen um 1860 vorhandenen Postpferde belief sich auf zehn, der Postwagen drei und der Postillone auf drei. 17)

Postentwicklung in Kripp
Die Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen verlangte ein flächen= deckendes Netz von Postagenturen auch in kleineren Orten. Aus diesem Grund wurde Kripp am 16. Mai 1883 mit der Eröffnung einer eigenen Postagentur, die der Postexpedition Sinzig unterstellt wurde, mit Telegraphenstation und Fernsprechzelle im Hause des Postagenten Franz Josef Kleine 18) in der Mittelstraße 13, heutiges Haus 16 oder 18, postalisch selbstständig.


                     

Einkreisstempel mit Ortsname.Datum und 12 Stundenanzeige V für vormittags, N für nachmittags. Die derzeitige Einwohnerzahl betrug annähernd 550 Personen. Die generelle Postzustellung zur Kripper Postagentur erfolgte jedoch weiterhin von der Postexpedition Sinzig aus. 19) Zur Deklaration dieser Postagentur wurde am Haus ein emailliertes Schild mit dem Kaiseradler und dem Hinweis „Kais. Postagentur“ angebracht.

  Eine erste Verlegung der Kripper Kaiserlichen Postagentur in das Haus des Postagenten Gottfried Schäfer in die heutige Quellenstraße / Ecke Mittelstraße. (heute Haus Mittelstr.2) erfolgte 1900. 20) Am 22.März 1900 wurde in der Kripper Post ein Einbruch verübt. 21) Eine zweite Verlegung der hiesigen Postagentur erfolgte 1908 in den Neubau des Postagenten Gottfried Schäfer in der heutigen Voßstrasse 10 (Haus Pohl) und verblieb dort bis zu dessen Pensionierung 1937. Über die dortige Telegraphenstation wurden am 1.August 1914 die Kripper vom Ausbruch des I.Weltkrieges alarmiert und die Allgemeine Mobilmachung der 8. Armee für die wehrtauglichen Kripper Jungmänner befehligt. In dieser Poststelle wurde bis zum 15.September 1937 der gesamte örtliche Postbetrieb durchgeführt.
Ab 1914 erhielt Kripp einen eigenen Zusteller. In wieweit und ob der im Adressbuch von 1913 in der Voßstr. 2 als anwesend verzeichnete Briefträger Georg Josef Blettner an der Kripper Postzustellung teilgenommen hat, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Der Versuch, die Kripper Postagentur versuchsweise dem rechtsrheinischen Postamt Linz zu unterstellen, scheiterte nach einem Jahr wegen aufkommender Schwierigkeiten wie Hochwasser und Winterwetter.
Während der Besatzungszeit nach dem I.Weltkrieg schmuggelte man in Kripp die abgehende Post bei Nacht und Nebel mit einem Kahn über den Rhein ins unbesetzte rechtsrheinische Gebiet, um einer Militärzensur der Post zu entgehen. 22)

Infolge der Hyperinflation Ende 1923 erfolgte Anfang November eine Umstellung der Postgebühren auf die wertbeständige Renten(Gold)Mark, wobei die noch nicht außer Kurs gesetzte entwertete alte Mark (Papiermark), sowie Wertscheine und Notgeld zum Goldkurs, mit Aufrundungen auf volle 10 Millionen Mark, umgerechnet wurden.
1927 erfolgte eine Unterstellung der hiesigen Postagentur von Sinzig in den Amtsbereich Remagen, die probehalber den Posttransport vom Postamt Remagen nach Kripp auf dem Wasserwege anordnete. Hierzu wurde am 25. Oktober1927 mit der hiesigen Fährgesellschaft eigens für die schiffbare Postbeförderung zwischen Remagen und Kripp mittels Motorboot ein Vertrag abgeschlossen. Das Postmotorboot „Hansa“ legte morgens gegen 7.45 Uhr und 8.15 Uhr und nachmittags gegen 15.55 Uhr und 17.35 Uhr in Kripp an, um den vorbereiteten Postzugang bzw. den Postabgang im Postsack, sowie Pakete zu befördern. Anschließend setzte das Schiff seine Fahrt als planmäßiges Personenbeförderungsschiff zwischen Remagen und Kripp fort. Die im Postamt Remagen für Kripp vorhandene Post wurde während der Schiffsfahrt vom Zusteller Fritz Schäfer vorsortiert und direkt nach dem Anlegen des Bootes mittels eines zweirädrigen Postkarrens an die Kripper Empfänger verteilt. 23)
Ab 29.5.1929 verwöhnte die Post ihre Kunden mit einem besonderen Service, der zweiten Zustellung am Spätnachmittag. Postwart Fritz Schäfer, umgangssprachlich „et Jottsche“ genannt, vergrößerte den Postservice, indem er sogar am Sonntagmorgen nach dem Hochamt vor der Kirche Post verteilte. Zur Weihnachtszeit unterstützte seine Frau Anna Schäfer, geb. Valentin, ihren Mann mit einem Leiterwagen für die Paketzustellungen. 24)


                                                                                                                                             Foto: Kreisbildstelle (Repro: Slg. Weis/ Funk)
Die Kaiserliche Postagentur ab 1908 im Neubau des Posthalters Gottfried Schäfer in der noch nicht befestigten Voßstr. 10 (heute Haus Pohl). Deutlich sichtbar angebracht ist das emaillierte Schild der Kaiserlichen Postagentur unmittelbar in Höhe links neben der Laterne mit dem Kaiseradler bis zum Ende der Monarchie 1918. Ehemalige „Kripper Post“ von 1908-1937 sowie 1942- 1966 (Aufnahme 1913)
In Ausübung seines Dienstes als Postbeamter war Fritz Schäfer zum Tragen der reichseinheitlichen Dienstbekleidung verpflichtet. Sein jeweiliger Dienstgrad ergab sich anhand der auf dem dunkelblauen Samtkragenspiegel mit orangefarbenen Vorstoß befindlichen Metallsternen. Zur allgemeinen Erheiterung sei angemerkt, dass dies den tanzwütigen Postboten Fritz Schäfer nicht hinderte, nach Verlassen des Postschiffes im „Rheingold- Hotel“ all morgentlich mit der rothaarigen Hotelbesitzerin Frederike Doerries den
Walzer „links errömm“ nach Entledigung seiner Posttasche und Mütze zu drehen. Dieses kleine Dienstvergehen wurde von der hiesigen Bevölkerung dem hier allseits beliebten Postboten gerne verziehen. 25)
Leider wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen am 1. September 1932 die zweite Zustellung wieder eingestellt. Nur drei Jahre währte die „Kripper Postschifffahrtslinie“. Wegen den hohen Risikofaktoren im Winter wie Hochwasser, Eisgang oder Nebel, wurde die Schiffsbeförderung eingestellt und die Post von einem besonders verpflichteten Boten über Land von dem Postamt Remagen zur Poststelle Kripp verbracht.
Vom 16. September 1937 bis 30.September 1942 diente das Haus des Posthalters Jakob Nies in der Mittelstraße 8 (heute Haus Scheuer) als neues Postamt. Wegen postinterner Umstellung erfolgte ab 1.April 1939 eine Umstellung in eine „Poststelle I“. Posthalter I Jakob Nies schied am 11.8.42 auf eigenen Wunsch aus dem Postdienst aus.
Eine Übernahme und erneute Verlegung der Kripper Poststelle erfolgte durch den Postbetriebswart Gottfried Schäfer jun. (genannt Fritz) in die ehemaligen Posträume seines Vaters in der Voßstr.10, wo bis zum Ende des II. Weltkrieges die Postversorgung des Ortes erfolgte.


                                                                 

Aufgefundener alter Kopfhörer der Kripper Post  auf dem Dachboden Haus G. Scheuer, Mittelstr.8

Zur Verbesserung der Postversorgung versorgte ab dem 1.Februar 1936 eine Landkraftpostlinie von Remagen aus zweimal täglich die umliegenden Orte, so auch Kripp, bis zum Kriegsende 1945. Wie schon bereits nach dem I.Weltkrieg praktiziert, wurde während den Kriegswirren zum Ende des II. Weltkrieges der Hauptpostverkehr wegen des zerbombten Schienennetzes und den darnieder liegenden Bahnposten auf denWasserweg verlegt. Dafür wurden eigens ab 9.Dezember 1944 bis 16.Januar 1945 auf der Rheinstrecke Köln- Mainz zwei gecharterte Personenschiffe der Köln- Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft eingesetzt. Die „Großherzog Ernst Ludwig“ und die eingesetzte „Hindenburg“ beförderten planmäßig die Post zu den größeren Postämtern zu beiden Seiten des Rheines. So auch in Remagen die ab- und eingehende Post für unser Gebiet. Wegen Zerstörung von Rheinbrücken und der daraus basierenden Unbeschiffbarkeit des Rheines oberhalb Neuwieds konnte sich diese Postlinie nur noch auf die Strecke Porz- Neuwied beschränken, wobei für die „Hindenburg“ die letzte Postfahrt am 1.3.1945 im toten Arm des Rheines bei Honnef endete und ersterer am 5.3.1945 infolge Artilleriebeschuss vor dem Hammersteiner Werth sank. 27)

Feldpostversorgung

                                    

                                                               

Um im Kriegsfalle eine Verbindung der im Feld stehenden Soldaten mit ihren Heimatangehörigen zu ermöglichen, wurde aus militärischen Gründen eine Feldpost eingerichtet. 28)
Die teils kostenlose feldpostmässige Versorgung der Truppe wurde bereits im Deutsch- Französischen Krieg 1870/71 sowie in beiden Weltkriegen über speziell eingerichtete Feldpostämter der Reichspost praktiziert.
Der militärischen Geheimhaltung wegen war diese Frontpost zur Verschleierung von Truppenbewegungen mit nummernmässigen Codezeichen versehen, die der feindlichen Spionage das Entziffern militärischer Postanschriften erschwerte. Ab dem 23.1.44 wurden zur Feldpostbeförderung aus logistischen Gründen nur noch Feldpostkarten zugelassen.

Nachkriegszeit

Nach dem verlorenen II.Weltkrieg erlosch vorerst jegliche zentrale Postorganisation. Der Wiederaufbau der Post und des Fernmeldewesens erfolgte von 1945 bis 1949 im Rheinland unter der Kontrolle der Militärregierung der französischen Besatzungszone (Gouvernement Militaire de la Zone Francaise – G.M.Z.F.O.). Ab dem 14. Oktober 1945 wurden fast alle Beschränkungen des Postverkehrs innerhalb der französischen Zone aufgehoben, und Ende Oktober bestand für die Kripper wieder die Möglichkeit des Briefverkehrs mit den drei anderen Besatzungszonen, während die letzten Einschränkungen des internationalen Telefonverkehrs erst 1948 fielen.
1946 wurde die gelbe Betriebsfarbe für das Postwesen eingeführt und 1949 das Provisorium „Deutsche Post“ mit der Gründung der „ Deutschen Bundespost“ abgelöst. Die Aufnahme des Postbetriebes erfolgte unmittelbar nach Kriegsende wieder durch Fritz Schäfer bis zum 31.März 1966 – ausgenommen einer behelfsweisen Verlegung vom 14.10. bis 17.12.1955 in einem Nebenraum der Gaststätte „Dorfschänke“ bei Hirzmann, Quellenstraße Nr 42 wegen Renovierungsarbeiten - wieder in den gleichen Posträumen wie vor dem Kriege im Hause des Postbetriebswarts Fritz Schäfer in der Voßstrasse 10, heutiges Haus Pohl. Ab 1.April 1951 erfolgte wiederum infolge kriegsbedingter Unterbrechung die Postzustellung zur Poststelle Kripp mit der Landkraftpost.

Auf Grund des hohen Postaufkommens wurde die zwischenzeitlich in ein „Zweigpostamt“ umbenannte Poststelle ab 4.Oktober 1961 in ein „Postamt“ deklariert. Ab 1.4.1966 übernahm Adolf Henneke die örtliche Postversorgung mit der Verlegung der Kripper Poststelle in sein Haus Mittelstraße 29. Sie verblieb dort bis zum bis zum Einzug im Sommer 1990 in die neuen Schalterräume der „Poststelle 3“ des neu erbauten Post- und Bankgebäude in der Ortsmitte im Hause Quellenstraße 70.

Infolge der expansionsbedingten Ortsentwicklung und der somit bedingten umfangreicheren Postzustellungen wurde ab 1965 zur Unterstützung der beiden Ortszusteller die Paketzustellung unmittelbar vom Postamt Remagen aus motorisiert durchgeführt. Aus rationellen Gründen wurde der sonntägliche Ausgabe- und Annahmebetrieb in Kripp ab dem Neujahrstage 1966 eingestellt. Zustellungen von Telegrammen und Eilsendungen erfolgten sonntags nur noch von Remagen. Zwei motorisierte Paketzusteller und zwei Briefpostboten des Postamtes Remagen sorgten für eine reibungslose schnelle Postzustellung jeglicher Art. 29)
Nach der Übernahme der gesamten Postzustellung für Kripp durch das Postamt Remagen am 9.März 1970 wurde die bisherige Poststelle Kripp stufenweise in ein „Annahme-Postamt“, dann in eine "Annahme Poststelle" und später nochmals in eine "Annahme Poststelle" abgestuft. In der Kripper Poststelle erfolgte nur noch der Postschalterdienst, den seit 1985 die KripperPosthalterin Mechtild Gasper ausführte. 30)

                                                                                                                                                                                                                                        
 
Nach einer postinternen Namensbenennung der Kripper Poststelle in „Remagen 3“ erfolgte letztmals eine Umwandlung in eine „Annahme- Poststelle I.“
Ab 1997 sollte die Postbetreuung des Ortes aus Kostengründen durch eine Postagentur mit einem privaten Betreiber erfolgen.
Durch vehementen Einspruch der aufgebrachten Bürgerschaft sowie politischer Einflussnahme seitens des Ortsbeirates konnte dies jedoch in Kripp bis zur endgültigen Schließung der Poststelle am 18.November 2004 hinausgezögert werden. Nach der Poststellen= schliessung erfolgte die Postannahme in einer privaten Postagentur im Hause Delord, Mittelstraße 6, die ab 1.9.2010 von Frau Ruth Doemen weitergeführt wird.

Kripper Postleitzahlen

Die Idee des 1853 von der Thurn- und Taxischen Postverwaltung eingeführten „Ringnummer Stempels“, deren Nummerierung schon damals für verschiedene Postorte ein bestimmtes Zahlencode- System hatte, wurde von der Reichspost aus organisatorischen Gründen vor dem II.Weltkriege wieder aufgenommen, und Kripp erhielt von den durchnummerierten Leitgebieten die Postleitzahl mit der postalischen Bezeichnung „22 b Kripp am Rhein“, ab 1961 „548 Remagen- Kripp“ und später, Anfang der siebziger Jahre, mit der vierstelligen PLZ „5480 Remagen“. Mit der Einführung eines fünfstelligen Postleitzahlensystem zum 1.Juli 1993 infolge der deutschen Wiedervereinigung erhielt Kripp die Postleitzahl mit postalischer Bezeichnung „53424 Remagen“.

Weiterentwicklung
D
ie Deutsche Post, dessen Geburtsstunde mit der Beförderung von Kurierpost mit Reiterstaffeln zwischen Innsbruck und dem belgischen Mechelen bis ins Jahr 1490 zurückgeht, wurde nach 500 Jahren wegen einer „Einheitlichen Europäischen Akte“ in Bezug auf staatliche Monopolstellungen in einigen Wirtschaftsbereichen als Voraussetzung zur Vollendung des Europäischen Binnenmarktes, sowie der rasanten elektronischen Veränderungen im Kommunikationswesen aus der staatlichen Obhut entlassen. Auf Grund der zweiten Postreform ab 1.1.1995 wurde die Gesamtpost als Aktiengesellschaft in drei Gesellschaften gesplittet und -um eine noch größere Effizienz zu erreichen, teilweise privatisiert.
Die neu gegründete Holding der „Bundesanstalt Deutsche Post“ koordiniert die neuen Gesellschaften:
Die „Deutsche Telekom AG“ als Dienstleistungsbetrieb für Fernmeldeanlagen (Nachrichten und Datentechnik), die „Deutsche Post AG“ als Unternehmen für die schriftliche Kommunikation und Transportwirtschaft (Post- und Paketdienst) und die „Deutsche Postbank AG“ als Bank- und Kreditunternehmen.

                                                 

Durch diese Neuerung wurde die Poststelle Kripp weg rationalisiert und die Postversorgung aushäusig durch einen privaten als Postagenturbetreiber verfügt.
Die Schwestergesellschaft Telekom stellte ab 1991/92 mit unterirdischer Verkabelung Hausübertragungspunkte an den Gebäuden mit insgesamt über 800 Fernsehanschlüssen die Versorgung der Kripper Telekonsumenten mit einen störungsfreien Empfang von seinerzeit 28 Fernsehprogrammen sicher.

Kleine Anekdote
Zur Erheiterung sei angemerkt, wenn auch ein unverzeihliches Dienstvergehen, über einen Kripper Postzusteller, im Besonderen nicht nachahmenswerten Service, in den er den Empfängern bereits ungeniert mündlich mitteilte, was die lieben Verwandten so alles auf den Karten schriftlich mitteilen wollten. Eine heitere Episode, wenn auch gegen geltende Gesetze des Postgeheim= nisses verstossend, sei hier angemerkt:

Dieser Postzusteller informierte seine Postkunden stets vor der eigentlichen Übergabe der Post über den schriftlichen Inhalt von Postkarten. Er machte sich einen diebischen Spaß daraus, ganz ungeniert die Empfänger über das bereits gelesene zu informieren und schon vorab die Grüße auszurichten. Obwohl es eine gravierende Dienstverletzung darstellte, nahm ihm dies kein Kripper Postkunde übel.

Kleine Stempelkunde
Einkreisstempel mit 12 Stundenanzeige V für vormittags, N für nachmittags, sowie die neuen Stempel mit 24 Stundenanzeige z.B. 18-19 (Uhr) um 1927
Kripp Einkreisstempel mit Datum
Ankunftstempel Kripp
Ortsdatumsstempel Kripp
Kreisstegstempel von Kripp, zeitweise galt für Karten mit nur 3 handgeschriebenehn Worte (ohne Adresse) ermäßigte Gebühr.
Wechsel vom Ein zum Zweikreisstempel um 1932

 In der Nachkriegszeit unterhielt die „Deutsche Kraftpost“ zeitweise einen Linienbus für den Kripper Nahverkehr von Kripp bis Bonn bzw. Altenahr.

1) Italienische Nordprovinz Bergamo
2) Brockhaus Konversationslexikon, 1910, Band 15, S.807/ 808
3) Mittelrheinische Postgeschichten 1977, S.10
4) Sinzig und seine Stadtteile, „ Die Post in Sinzig“, S.266, v. H. Kleinpass
5) Mittelrheinische Postgeschichte, Heft 59, 1986, S.61 / 62 „100 Jahre Post in Kripp“ sowie
„ Die Geschichte der Post unter Berücksichtigung des Kreises Ahrweiler“ (bis 192O) maschinenschriftliches Manuskript,
Kreisarchiv Ahrweiler von Heinz Schmalz, Westum.
6) ebda.
7) Verschiedene Beiträge über Postlinien in den Heften: „Mittelrheinische Postgeschichte“
8) Remagen 1793-1817, v. W.J. Langen, Remagen, S.24
9) königliche Regierungsverfügung- Abtlg. des Innern- Coblenz 30. Dez.1828
10) königl. Reg.Verfügung -Abtlg. des Innern- Coblenz 27. Sept. 1851
11) Angaben August Wingen (Hobby-Numismatiker) +, Bad Bodendorf
12) Anordnung der OPD vom 27.Februar 1852 mit handschriftlichem Vermerk des Landrates (Nr. 593)
13) wie vor
14) Kreisstatistik 1860
15) wie lfd. Nr.5
16) Angaben Zeitzeuge Michael Schumacher (*1902) +, Kripp
17) Kreisstatistik von 1860, S. 41
18) Adressbuch des Kreises Ahrweiler 1899, Seite 151 (Dorf Kripp, Postagent: Franz Kleine)
19) wie lfd. Nr.5, S. 63
20) wie vor
21) Kath. Pfarrarchiv Kripp, Eintrag in loser Blattsammlung
22) wie lfd. Nr.16
23) mündliche Angaben Friedel Valentin+, Kripp
24) mündliche Angaben von Hans Moeller,+ Kripp
25) www.Geschichte Kripp.de, siehe Anekdoten „De Walzer links errömm“ von Willy Weis und Hildegard Funk
26) wie lfd. Nr.5
27) Heimatjahrbuch Neuwied 1996, S.159- 162, „Das Postamt Neuwied in den Jahren 1944 und 1945“, von Theo Winterscheid 28) Ahrweiler Kreisblatt, Nr.31 vom 31.Juli 1870, Titelseite. Rubrik „Feldpost“
29) wie 4
30) mündliche Angaben der ehemaligen Posthalterin Mechtild Gasper


Quellen
Heinz Schmalz, Sinzig- Westum „100 Jahre Post in Kripp“, in: Mittelrheinische Postgeschichte, Heft 59, 1986, Seiten 60 ff Heinz Schmalz, Sinzig- Westum, „ Die Geschichte der Post unter Berücksichtigung des Kreises Ahrweiler“ (bis 192O) maschinenschriftliches Manuskript, Kreisarchiv Ahrweiler Rhein- Zeitung, ZA vom 28.3.1974, „Um Christi Geburt in Ricomagus eine Post“ Rhein- Ztg.Nr.266 vom 16/17.11.1985 „Post in Kripp unter neuer Leitung“ General- Anzeiger vom 15.11.1985 „Blumen in der gelben Amtstube“ Informationen im Postmuseum Koblenz


Post- Chronologie:


Poststellen in Kripp:
16.05.1883 -1900 im Hause des Postagenten Kleine, Mittelstr. 13
1900 - 1908 im Hause des Postagenten Schäfer, Quellenstrasse/ Ecke Mittelstrasse
bis 15.1.1937 im Hause des Postagenten Gottfried Schäfer, heute Voßstraße 10
bis 30.9.1942 im Hause des Posthalters Jakob Nies, heute Mittelstr.8
bis 31.3.1966 im Hause des Postbetriebswartes Gottfried Schäfer, heute Voßstr.10
01.04.1966 -1990 im Hause des Postbetriebsassistenten Adolf Hennecke, Mittelstr.29
1990- 18.11.2004 im Hause der Volksbank, Quellenstrasse 70


Private Postagentur:
ab 19.11.2004 im Hause Delord, Mittelstrasse 6,
ab 01.10.2013 im Hause Weis/Funk, Quellenstr.70

Leitung der privaten Postagenturen
19.11.2004 -31.08.2010 Hiltrud Delord als „Partner der Deutschen Post AG“
01.09.2010 -28.09.2013 Ruth Doemen als „Partner der Deutschen Post AG“
01.10.2013- Ernst Lategahn als „Partner der Deutschen Post AG“


Leitung der Kripper Poststellen: 

16.5.1888 – 1900   Postagent Franz Josef Kleine
bis 15.10.1937        Postagent Gottfried Schäfer (mit 83 Jahren ausgeschieden)
bis 21.08.1942        Posthalter I Jakob Nies (Schiffer)
bis 01.10.1951        Postbetriebswart Gottfried Schäfer ( Sohn des 1937 ausgesch. G. Schäfer)
bis 01.12.1980        Postbetriebsassistent Adolf Hennecke
bis 15.11.1985        Vertretung durch Postbetriebsassistent Konrad Sternitzke (PA Remagen) bis Juni.1991 Posthalterin Mechtild
                                   Gasper (letzte ordentliche Poststellenleiterin)
bis 18.11.2004       (Vermerk: Als Poststelle nicht mehr ausgeschrieben!)

Der Schalterbetrieb wurde bis zur Schließung der Post durch verschiedene Postangestellte des PA Remagen in verschiedenen Zeitabständen aufrecht erhalten u.a. von bis Elke Blumenstein, Frau Ute Jonen, sowie Frau Gaatsch, Letzte Postbedienstete war Frau Ursula Schaaf, die die Schließung der Poststelle am 18.11.2004 vornahm.

Vermerke:

Postkarten
Ein Nachweis über das Ortsleben erfolgte ab 1872, wo es die Reichspost den Privatleuten erlaubte, selbst Postkarten anfertigen zu lassen. Dabei durften zwischen 1897 bis 1905 schriftliche Miteilungen nur auf der Bildseite erfolgte durfte. Die Rückseite blieb ausnahmslos postalischen Zwecken wie Anschrift und Absender, Abgangsstempel und Eingangsstempel vorbehalten.

Stempelarten
Einkreisstempel mit 12 Stundenanzeige V für vormittags, N für nachmittags sowie die neuen Stempel mit 24 Stundenanzeige z.B. 18-19 (Uhr) um 1927
Kripp Einkreisstempel mit Datum
Wechsel vom Ein zum Zweikreisstempel um 1932
Ankunftstempel Kripp
Ortsdatumsstempel Kripp
Kreisstegstempel von Kripp
Anhand des Abgangsstempel und Eingangsstempel konnte man die Laufzeit, wie bei vorgenanter Karte von Metz nach Kripp, innerhalb eines Tages ersehen.

Zum Ende der augeführten Postgeschichte sei noch eine heitere Episode, wenn auch ein unverzeihliches Dienstvergehen und gegen geltende Gesetze des Postgeheimnisses verstossend, hier angemerkt:
Postzusteller S. informierte seine Postkunden bereits stets vor der eigentlichen Übergabe der Post über den schriftlichen Inhalt von Postkarten. Er machte sich einen diebischen Spaß daraus, ganz ungeniert die Empfänger über das bereits gelesene zu informieren und schon vorab die Grüße des Absenders persönlich auszurichten. Obwohl es eine gravierende Dienstverletzung darstellte, nahm ihm dies kein Kripper Postkunde übel.