Kripper Orgel  ©

Kripp und seine Pfeifen!   © weis/funk 2010

Eine kleine fast 200 jährige Orgelgeschichte.

Vor einigen Monaten blieb der Kripper Orgel im wahrsten Sinne des Wortes nach Jahrzehnten langen Betriebs die Luft weg. Der Grund waren altersbedingte Undichtigkeiten im Luftkanalsystem der pneumatischen Steuerung unserer Kirchenorgel mit ihren 18 Registern. Durch den entstandenen Druckabfall konnte der benötigte aufgebaute Luftdruck, der für das Öffnen der musikalisch gewünschten Pfeifenventile benötigt wird, diese nicht mehr öffnen. Die Folge war keine melodische Harmonie im Orgelspiel, und das brachte die Kripper Organistin Jutta Wendel schier zur Verzweiflung. Der Spielbetrieb wurde eingestellt.
Die hiesige Orgel hat, im Gegensatz zu vielen anderen Orgeln, kein mechanisches Gestänge zu den Orgelpfeifen, die durch Tastendruck am Spieltisch das Öffnen der Pfeifenventile direkt übertrugen, sondern einen Luftkanal, der die aufgestaute Luft durch Tastendruck auf die entsprechenden zu öffnenden Pfeifenventile überträgt.



Rückblick


Erste Kripper Orgel (Johannessaal)

Der präziseste Nachweis über eine Orgel in Kripp ergibt sich aus einer nicht nummerierten kleinen Blatteinlage der Archivalie des Landeshauptarchivs Koblenz LHKO 635/ 466. Demnach wurde ein im Kripper Johannessaal vorhandenes Orgelgehäuse, dessen Herkunft unbekannt ist, laut Notariatsakten des Amtsgerichtes Sinzig Nr. 39/ 1822 (1832?) vom 7. Oktober durch den Kantonalpfarrer und Definitor Joh. Josef Windeck und Bernhard Windeck, Rendant der Kirchenfabrik in Remagen an die Gemeinde Kesseling für 132 Thaler und 2 Groschen versteigert. Unbekannt jedoch blieb, wann diese erste Kripper Orgel angeschafft wurde.
In von uns 1988 angestellten Recherchen in Kesseling ergaben, dass unsere ehemalige Orgel in der katholischen Kirche Kessseling von 1882-85 durch die Fa. Richard Ibach Wuppertal erweitert wurde. Die starke Abnutzung der Klaviatur lässt den Schluss zu, dass diese Orgel vor dem Einbau in Kripp schon aus zweiter Hand war. Unbestätigten Vermutungen von Fachleuten zufolge könnte diese aus einem Klösterchen im Raum Godesberg oder Walberberg stammen.

Unten ein Foto von mir von der Orgel in Kesseling. Ein Teil Klaviatur dieses Manuals ist von der ersten Orgel von Kripp (Johanneskapelle), die die Kirchengemeinde Kesseling ersteigert hat.



                                                                                                                                                                                           Foto: W.Weis, 1994

Die Besonderheit des früheren einmanualigen Orgelwerkes mit schätzungsweise 8-9 Registern stellt das Register "Flöte 4", eines der seltensten Register überhaupt, dar. Kleine runde Holzpfeifen, die einem ausgehöhltem Besenstiel gleichen, verleihen dem Register hohe und dennoch ungeheuer weiche Töne, bzw. die schnarrenden Töne der Tonpfeife. Die ältesten Register an dieser Orgel sind die weichesten. Das in Kesseling vorhandene Kripper Unterwerk (chromatisch – Prinzipal 4´, Salizional 8´, Nachhorn 8´, Flaut travers 4´, Quintaden 4´, Oktave 2´, Vox humana 8´. Pedal = Subbaß 16´, Oktavbaß 8´, Violin 8´, Posaune 16´) mit originaler Windlade ist im Ahrkreis nur noch einmal baugleich an der alten Orgel in Kirchsahr identisch. (Mittlg. d. Arbeitsgemeinschaft für rhein. Musikgeschichte e.V. Nr.58/59, Mai 1979, S. 142)
Nach Auskunft heutiger Experten ist diese Orgel trotz geringen Angebotes an Registern mit einem sagenhaften Klang ausgestattet, so dass sie im weiten Umkreis wegen ihres weichen Klanges als "romantische Orgel" bekannt ist. Den immensen kulturellen Wert dieses kostbaren musikalischen Prachtstückes des Kreises Ahrweiler lässt sich daraus vage erahnen, dass 1995 für eine dringend notwendige Restaurierung der gesamten Orgel geschätzte 300.000,- DM, also der doppelte Preis einer neuen Orgel, veranschlagt wurde. 2005 wurde diese Orgel von der Remagener Orgelbaufirma Siegfried Merten mit großem Aufwand restauriert.
Heute stellt diese ehemalige Kripper Orgel in Kesseling eine mit den wertvollsten Orgeln im Kreis Ahrweiler dar.
Quellen: mündliche Angaben von Hans Hilger, Organist Kesseling, Pater Bernd Strand, Aloisiuskolleg Godesberg, mündliche Angaben der Orgelbaumeister Siegfried Merten (Remagen) und dem holländischen Orgelexperten Prof.Dr.Jos von Son (Ahrbrück) sowie unsere Korrespondenz mit dem Orgelexperten Werner Büser, Rheinbach-Loch vom 10.4.1996.



Zweite und dritte Kripper Orgel im Johannessaal zwischen 1843 bis 1902.

1843 wurde unter dem für Kripp zuständigen Remagener Vikar Schauppmeyer eine neue Orgel angeschafft. Nachweise einer neuen Orgel ergibt sich u.a. aus Rechnungsbelegen an eine Firma Hackenbach von 1844 über eine Abschlagszahlung sowie Arbeiten an einem Orgelkasten im Kripper Johannessaal.
Aus verschiedenen Reparaturrechnungen ist zu ersehen, dass die Funktion dieser Orgel den Kripper Gläubigen innerhalb von 2 Jahren erheblichen Ärger bereitete und man 1845 einen anderen Orgelbauer (Liesmann) mit einer nicht unerheblichen Reparatur beauftragte.
Es besteht nun die Annahme, dass man aus Gründen der Unzufriedenheit mit dieser Orgel im Mai 1856 den Kölner Orgelbauer Krieger mit dem Bau einer neuen Orgel beauftragte, deren veranschlagte Kosten von 251 Thaler und 2 Silbergroschen die Kripper Bürgerschaft wie folgt finanzierte:

"Hierzu wurde in Kripp Collectiert" : …......................................72 Thaler, 29 Sgr., 6 Groschen
Bei einer Hochzeit …...................................................................  1 Thaler, 10 Sgr.
Einer auswärtigen Collecte..................................................... ... 4 Thaler, 13 Sgr.
Von Theodor Fendel auf die Aegoline.*.................................... 11 Thaler
Von demselben für Familie Kerren............................................30 Thaler
An Lagergeld...................................................................................5 Thaler
Eine alte Orgel verkauft an Krieger............................................  7 Thaler
Eine Aegoline an Orgelbauer Krieger verkauft,
abzgl. obiger 11 Thaler bleibt..................................................... 31 Thaler
Von den Krippener Junggesellen wurde an Orgelbauer
Krieger gezahlt................................................................................24 Thaler
Johann Lohmer laut Rechnung für Kostgeld des
Orgelbauers Krieger und Vorlage macht die Summe............64 Thaler, 9 Sgr., 6 Groschen
in Summa Thaler = 251, 2 “
(Quellen= Manual für die Kapelle zu Kripp 1834, S.51)
(* = richtiger Name Äoline)

Mit der Zahlung des Rückstandes aus der Vorlage von 24 Talern an "Johann Lohmer wegen der neuen Orgel" waren 1861 alle Anschaffungskosten der Orgel ausgeglichen.
Zwischen 1865 und 1868 kam es zu Reparaturen der Orgelbälge in Höhe von 37 Thalern durch einen Orgelbauer Hünt aus Linz, bzw. eines Orgelbauer Göbel aus Koblenz. Mit dieser Eintragung erlischt nunmehr vorerst jeglicher Nachweis einer Orgelangelegenheit. Es kann daher nicht mehr nachvollzogen werden, was genau mit der alten Orgel des Johannessaales von 1856 nach dem Einzug 1902 in die neuerbaute Kirche geschah.


Orgel in der neu erbauten Kirche St. Johannes Nepomuk.

Mit dem Umzug in die 1902 neu erbaute Kirche verlor sich vorerst die genaue Spur der Kripper Orgel, jedoch nach neuesten recherchierten Erkenntnissen übernahm die „Gemeinde Kripp 1903 die alte Remagener Orgel für 1.000 Mark. Dieses Werk sei 1772 (wohl 1872 gemeint?) durch die Gebrüder Weil/ Neuwied gebaut worden und besäße zwei Manuale und 16 Register. Da Klais den Neubau der Remagener Orgel übernommen hatte, kann davon ausgegangen werden, dass er auch die Umstellung des alten Werkes nach Kripp besorgte.“ 1.) LHA Ko A 14598 -1.2, Literatur von Horst Hodick: „Johannes Klais 1852-1925, Ein rheinischer Orgelbauer und sein Schaffen“, Seite 162, Vermerk „Kripp, St. Johannes Nepomuk, 1903, MV 167 (Remagen-Kripp), 2.) Bistumsarchiv Trier, Orgelmeldebogen vom 5. Juni 1944, 3.) Lagerbuch KPA Remagen
Eine weitere Bestätigung ergibt sich auch aus einer uns vorliegenden Korrespondenz von 1976 des Orgelexperten Prof. Dr. Bösken aus Mainz an den Orgelexperten Büser aus Rheinbach, wonach 1903 eine Orgel von Remagen gekauft wurde, weil dort ein Orgelneubau vom Orgelbauer Klais (Bonn) erfolgte. Den Angaben zur Folge soll die an Kripp verkaufte Orgel 1845 von einem Orgelbauer „Wech ? von Kraft, Poppelsdorf“ stammen.


Orgelfonds 1923 (siehe auch die Nachweise des Orgelfonds am unteren Ende dieses Zeitdokumentes)

Dass sich diese Orgel nicht in einem guten Zustand befunden haben muss und gravierende Mängel aufwies, ergibt sich aus Unterlagen eines eingerichteten Orgelfonds, indem die Kripper Gläubigen endlich den Wunsch nach einer neuen Orgel hegten und in diesen 300 Mark aus veräußerten kirchlichen Kriegsanleihen zum Kurs von 92 % anlegten. Aus den Unterlagen der Stifter der neuen Glocken entnehmen wir, dass aus dem Erlös des Glockenbazars der Glockenfonds ausgeglichen und mit dem Rest der Grundstock für die Beschaffung einer neuen Orgel gelegt werden konnte. „...wurden durch freiwillige Gaben unserer Bürgerschaft aller Confessionen im Frühjahr 1922 an 140.000 Mark zusammengebracht. Davon konnten 50.000 Mark als Grundstock für die Beschaffung einer neuen Orgel angelegt werden.“ Ein weiterer Spendencheck vom 26ten Januar 1923 von Robert Heitemeyer (Lederfabrik) in einer uns unbekannten Höhe ist ebenfalls dokumentiert. Wie die horrenden Summen erkennen lassen, war dies zur Zeit der aufkommenden Inflation. Der damalige Glockenfonds wies 1923 eine Summe von 914.850 Mark auf. Aus der Spendenliste geht hervor, dass derzeit der Dollarwert 7.100 Mark betrug, was einen damaligen Wert des Glockenfonds von nur 128,85 US $ ausmachte. Dem gegenüber standen die geplanten Kosten laut überschlägiger Rechnung für den Einbau der neuen Orgel von 911.000 Mark = 128 US $.
(Quellen: Kath. Pfarrarchiv Kripp / Slg. Weis/Funk)


                                                                                                         


Eine Orgelbeschaffung dürfte infolge des schnellen schwindelerregenden Werteverfalls der damaligen Hyperinflation vermutlich nicht stattgefunden haben.
Zum Wertevergleich und Inflationsanstieg führen wir das Monatsgehalt des Kripper Pastors vom 9. Oktober 1922 bis 21.2.1923 an, dass von 264.000 Mark auf 199.000 000 000 000 (Billionen) Mark schnellte.
Es besteht daher die berechtigte Annahme, dass mit dem Tag der Währungsreform, der Kurs für einen Dollar wurde an diesem 15.November 1923 mit 4,2 Billionen Papiermark (= 4,20 Rentenmark) festgesetzt, der Traum von der neuen Orgel in Kripp endgültig ausgeträumt war.



Orgelausfall/ Reparaturen


Einige Jahre später wurde das ganze Ausmaß des maroden Orgelzustandes durch die Tatsache ersichtlich, dass der damalige Pastor Halft während seiner Amtszeit (1932-1936) den Orgelspielbetrieb wegen dringend notwendiger zu damaligen Zeiten unbezahlbaren Reparaturen gänzlich untersagte und auf dem Orgelpodest ein Grammophon zur musikalischen Unterstützung der Kirchenbesucher installieren lies. (mündliche Angaben Friedel Valentin, Kripp +)

Erst Nachfolgepfarrer Dr. Keller (1936-1951) sorgte für die dringend notwendige und aufwändige Orgelreparatur, sowie den Einbau einer elektrisch betriebenen Gebläseanlage nach der Währungsreform 1948, die die bisherige durch einen Balgtreter per Muskelkraft betriebene Windanlage ersetzte, weiterhin eine Reparatur bzw. Änderung des Orgelprospektes in 1968. (mündl. Angaben Willi Ueberbach, Kripp)


Neuer Reparaturaufwand

Zum Jahreswende 2009/10 war eine sehr aufwändige Orgelsanierung durch die Remagener Orgelbaufirma Siegfried Merten mit einem Kostenaufwand von 45.000 € unumgänglich. In über zweieinhalb Monaten wurde von fachkundigen Orgelbauern die Orgel komplett zerlegt, unzählige neue Luftleitungen in einer Größenordnung von 950 Meter verlegt sowie alle vorhandenen Dichtungen erneuert.
Nach monatelanger Vakanz konnten sich die Kripper Gläubigen erstmals wieder während der Ostermesse am Orgelspiel erfreuen.


                        
Bei der Zerlegung kamen viele verschiedene Orgelbauteile zum Vorschein, die nach Angaben des Orgelexperten Merten dafür sprechen, dass es sich bei unserer jetzigen Orgel um eine zusammengebaute gebrauchte alte Orgel aus Orgelbauteilen verschiedener Zeiten und Firmen handelt. Diese Tatsachen belegen das Vorfinden von Pfeifen mit den Jahreszahlen 1854, 1877 und 1894, einen mit Bleistift handschriftlichen Vermerk von 1903 auf einer Holzleiste innerhalb des Orgelkastens, des Weiteren ein Stück Walzblei der Neuwieder Orgelbauer Gebr. Weil von 1851 mit dem eingestempelten Vermerk „Quint 3, Remagen „ sowie ein Schild eines Orgelbauers Klein (Westerwald) von 1910 und und einem Serienspieltisch der heute noch existierenden Fa. Laukhuff aus Weikersheim mit 180jähriger Orgelbautradition.
Quelle: mündliche Angaben der Orgelbaumeister Siegfried Merten (Remagen) und dem Holländer Jos von Son (Ahrbrück)

Es besteht daher aufgrund vorbezeichneter verschiedener aufgefundener Orgelteile bei der 2010 durchgeführten großen Reparatur die berechtigte Annahme, dass unsere jetzige Orgel mit brauchbaren Einzelteilen der alten Orgel aus dem Johannessaal ergänzt bzw. erweitert sein könnte.



DieTafel zeigt ein Stück Walzblei der Neuwieder Orgelbauer Gebr.
Weil von 1851 mit dem eingestempelten Vermerk "Quint 3, Remagen"


Orgelfinanzierung


Um die ausstehenden Kosten für die Orgelreparatur in irgendeiner Form zu begleichen, reflektierte man zwecks Kostendeckung auf die Spendenbereitschaft der Kripper Bürgerinnen und Bürger, weil Kirchenmusik alleinige Angelegenheit der Kirchengemeinde ist und vom Bistum Trier nicht bezuschusst wird.
Eigens zu diesem Zweck hatte der Pfarrverwaltungsrat bei der hiesigen Kreissparkasse einen Orgelfonds in Form einer Übernahme von Patenschaften der 808 vorhandenen Orgelpfeifen, die man ab 25 € bis hin zu 200 € mit Zertifikat und Spendenquittung erwerben konnte, eingerichtet. Des Weiteren ist auch jetzt noch jede kleinste Spende willkommen.(Kto. 1000 158 145, KSK Ahrweiler, BLZ: 577 513 10)
Weitere Informationen hierzu unter www.katholische-kirche-kripp.de.

Verschiedene Ortsvereine hatten Spendenbereitschaft signalisiert, wie u.a. der „Bürger u.- Heimatverein Kripp e.V“ über 2.000 € durch einen einstimmigen Beschluss der Jahreshauptversammlung 2010.




Auszüge über Orgelangelegenheiten aus dem „Manual für die Kapelle zu Kripp 1834“

Orgel

17. Mai 1844 18 Sgr. Abschläglich für die Orgelarbeit an an Hackenbrach
27. Mai 1844 6 Thlr, 24 Sgr, 8 Gro an Hackenbrach lt. Quittung für Orgelkasten
07. Juli 1844 Rechnung 2 Sgr, 6 Gro. für Leder an die Orgel
23. März 1845 2 Sgr, 6 Groschen für Leder an die Orgel. "
1845 5 Sgr. an Lüttchen für Reparatur der Orgel
23.3.1845 9 Thlr, 19 Sgr,3 Gro an Liesmann für die Orgel gezahlt nebst Kosten
1856 Die im Monat May dieses Jahres von Orgelbauer Krieger zu Cöln
erhaltene neue Orgel kostet im
ganzen in Summe Thaler 251 und 2 Sgr.

Hierzu wurde in Kripp Collectiert : ….......................................72 Thaler, 29 Sgr., 6 Groschen
Bei einer Hochzeit …..................................................................  1 Thaler, 10 Sgr.
Einer auswärtigen Collecte..................................................... ... 4 Thaler, 13 Sgr.
Von Theodor Fendel auf die Aegoline*.................................. 11 Thaler
Von demselben für Familie Kerren........................................ 30 Thaler

An Lagergeld................................................................................. 5 Thaler

Eine alte Orgel verkauft an Krieger............................................7 Thaler

Eine Aegoline* an Orgelbauer Krieger verkauft,

abzgl. obiger 11 Thaler bleibt....................................................31 Thaler
Von den Krippener Junggesellen wurde an Orgelbauer

Krieger gezahlt...............................................................................24 Thaler
Johann Lohmer laut Rechnung für Kostgeld des
Orgelbauers Krieger und Vorlage macht die Summe............64 Thaler, 9 Sgr., 6 Groschen
in Summa Thaler = 251, 2 ,

1859 Schreinerarbeiten für die Orgel 6,1.6 Gro
1859 Für zweimaliges Orgelstimmen 2 Thlr,20 Sgr.
1861 24 Thlr Rückstand an Johann Lohmer wegen der neuen Orgel
1864 37,15, dem Herrn Hünt Linz für Reparatur der Orgel
1865, 29. März 10 Thlr für die Bälge der Orgel (abschlägliche)
1865 20 Sgr. für den Einband des großen Orgelbuches
1867 10,12,6 für die Orgelbälge, Rest und Fahrgeld, etc.
1868 10 Thlr, 27 Sgr., Hündt, Orgelbauer pro 1865 bezahlt
1868 8 Thlr, Göbel, Orgelbauer, Coblenz bezahlt
1874 1 Thlr, für Organiß auf Kirmes

* = heißt richtig Äoline, seltene romantische Orgelpfeifenstimme (ca.1820-1915), bedeutet tonähnlich durchschlagender
Engelsstimmen (Durchschlagzungenregister)


Nachweise des Orgelfonds aus den Unterlagen von Weis/Funk

 
 
  
  
 
 



"Originalteile des Manuals der versteigerten Kripper Orgel in der heutigen Kesselinger Orgel". (Foto: W.Weis 1996)