Kripper Orgel

Einweihungsfeier der restaurierten Kripper Orgel am 25.April 2010


                          


Orgelbrief des Verwaltungsrates


Liebe Mitbürger,

unsere Kirchenorgel hat nach langen Dienstjahren ihren Dienst eingestellt. Die Kripper Kirchenorgel wurde ca. 1910 vom Orgelbaumeister Klein in die Kripper Kirche eingebaut. Zu unserem Leidwesen ist sie nicht mehr bespielbar, weil sie an vielen Stellen Luft verliert und sich im Laufe der Jahre die Dichtungen, der Spieltisch, die Pfeifen usw. verschlissen haben. Eine Reparatur ist nicht möglich. Deswegen muss die Orgel für ca. 45.000,- € total überholt und erneuert werde Orgelerneuerung wird leider vom Bistum Trier nicht bezuschusst, da die Kirchenmusik Sache der Kirchengemeinde ist. Deswegen müssen wir versuchen den größten Teil der Summe mit Spenden zu finanzieren und sind auf die Hilfe der Bürger und Bürgerinnen angewiesen. Der Verwaltungsrat möchte die 808 Orgelpfeifen zur Patenschaft anbieten und so jedem Bürger die Möglichkeit geben sich mit der Orgel zu identifizieren. Der Pate bekommt im Gegenzug eine Spendenbescheinigung und ein Zertifikat, in dem die von ihm erworbene Pfeife genau beschrieben ist.
Die allermeisten Pfeifen sollen bürgerfreundlich für 25,-€ angeboten werden. Die großen, sichtbaren Prospektpfeifen kosten 200,- bzw. 100,- € und können von Firmen, Institutionen, aber auch Privatleuten erworben werden. Die Patenschaft kann bei der KSK Kripp eingetragen und bezahlt werden. Eine Spendenquittung und das entsprechende Zertifikat werden dann zugesendet.

Nach Abschluss der Renovierung werden wir ein Paten- und Bürgerfest mit einem Orgelkonzert veranstalten wo jeder, der möchte, seine Pfeife anspielen lassen kann.

Nach erfolgreicher Renovierung wird die Kirchenorgel uns allen noch viele, viele Jahre Freude bereiten.

Das Fotobuch zur Kripper Orgel

Im Fotobuch sind die Bilder rund um die Orgel und des Orgelbaus dargestellt. Öffnen sie das Fotoalblum durch Anklicken auf die rechte untere Ecke des Buches und vergrößern sie die Bilder, in dem sie auf das Foto klicken.  Dann haben sie die Möglichkeit, durch Anklicken des vorletzten Zeichens auf der rechten unteren Leiste das Foto als große Einzelaufnahme darzustellen. Sie können aber auch alle Fotos zur gleichen Zeit sehen, wenn sie das linke Zeichen auf der unteren Leiste anklicken. Sie können aber auch alle Fotos im Großformat gleichzeitig betrachten, wenn sie erst rechts unten das vorletzte Zeichen anklicken und dann in dem neu entstandenen Bild auf der unteren Leiste das linke Zeichen anklicken.

                                                
                                  


Bericht von Willy Weis und Hildegard Funk

Kripp und seine Pfeifen!

Eine kleine, fast 200-jährige Orgelgeschichte

hrend dVor einigen Monaten blieb der Kripper Orgel im wahrsten Sinne des Wortes nach Jahrzehnten langen Betriebs die Luft weg. Der Grund waren altersbedingte Undichtigkeiten im Luftkanalsystem der pneumatischen Steuerung unserer Kirchenorgel mit ihren 18 Registern. Durch den entstandenen Druckabfall konnte der benötigte aufgebaute Luftdruck, der für das Öffnen der musikalisch gewünschten Pfeifenventile benötigt wird, diese nicht mehr öffnen. Die Folge war keine melodische Harmonie im Orgelspiel und das brachte die Kripper Organistin Jutta Wendel schier zur Verzweiflung.

Die hiesige Orgel hat, im Gegensatz zu vielen anderen Orgeln, kein mechanisches Gestänge zu den Orgelpfeifen, die durch Tastendruck am Spieltisch das Öffnen der Pfeifenventile direkt übertrugen, sondern einen Luftkanal, der die aufgestaute Luft durch Tastendruck auf die entsprechenden zu öffnenden Pfeifenventile überträgt.

Rückblick

Erste Kripper Orgel (Johannessaal)

Der präziseste Nachweis über eine Orgel in Kripp ergibt sich aus einer nicht nummerierten kleinen Blatteinlage der Archivalie (LHKO 635/ 466) des Landeshauptarchivs Koblenz. Demnach wurde ein im Kripper Johannessaal vorhandenes Orgelgehäuse, dessen Herkunft unbekannt ist, laut Notariatsakten des Amtsgerichtes Sinzig Nr. 39/ 1822 (1832?) vom 7. Oktober durch den Kantonalpfarrer und Definitor Joh. Josef Windeck und Bernhard Windeck, Rendant der Kirchenfabrik in Remagen an die Gemeinde Kesseling für 132 Thaler und 2 Groschen versteigert. Unbekannt jedoch blieb, wann diese erste Kripper Orgel angeschafft wurde.

In von uns 1988 angestellten Recherchen in Kesseling ergaben, dass unsere ehemalige Orgel in der katholischen Kirche Kessseling von 1882-85 durch die Fa. Richard Ibach Wuppertal erweitert wurde. Die starke Abnutzung der Klaviatur lässt den Schluss zu, dass diese Orgel vor dem Einbau in Kripp schon aus zweiter Hand war. Unbestätigten Vermutungen von Fachleuten zufolge könnte diese aus einem Klösterchen im Raum Godesberg oder Walberberg stammen.

Die Besonderheit des früheren einmanualigen Orgelwerkes mit schätzungsweise 8-9 Registern stellt das Register "Flöte 4", eines der seltensten Register überhaupt, dar. Kleine runde Holzpfeifen, die einem ausgehöhlten Besenstiel gleichen, verleihen dem Register hohe und dennoch ungeheuer weiche Töne bzw. die schnarrenden Töne der Tonpfeife. Die ältesten Register an dieser Orgel sind die weichesten. Das in Kesseling vorhandene Kripper Unterwerk (chromatisch – Prinzipal 4´, Salizional 8´, Nachhorn 8´, Flaut travers 4´, Quintaden 4´, Oktave 2´, Vox humana 8´. Pedal = Subbaß 16´, Oktavbaß 8´, Violin 8´, Posaune 16´) mit originaler Windlade ist im Ahrkreis nur noch einmal baugleich an der alten Orgel in Kirchsahr identisch. (Mittlg. d. Arbeitsgemeinschaft für rhein. Musikgeschichte e.V. Nr.58/59, Mai 1979, S. 142)

Nach Auskunft heutiger Experten ist diese Orgel trotz geringen Angebotes an Registern mit einem sagenhaften Klang ausgestattet, so dass sie im weiten Umkreis wegen ihres weichen Klanges als "romantische Orgel" bekannt ist. Den immensen kulturellen Wert dieses kostbaren musikalischen Prachtstückes des Kreises Ahrweiler lässt sich daraus vage erahnen, dass 1995 für eine dringend notwendige Restaurierung der gesamten Orgel geschätzte 300.000,- DM, also der doppelte Preis einer neuen Orgel, veranschlagt wurde. 2005 wurde diese Orgel von der Remagener Orgelbaufirma Siegfried Merten mit großem Aufwand restauriert.

Heute stellt diese ehemalige Kripper Orgel in Kesseling eine mit den wertvollsten Orgeln im Kreis Ahrweiler dar.

Quellen: mündliche Angaben von Hans Hilger, Organist Kesseling, Pater Bernd Strand, Aloisiuskolleg Godesberg, mündliche Angaben der Orgelbaumeister Siegfried Merten (Remagen) und dem Holländer Jos von Son (Ahrbrück) sowie unsere Korrespondenz mit dem Orgelexperten Werner Büser, Rheinbach- Loch vom 10.4.1996.

Zweite und dritte Kripper Orgel im Johannessaal zwischen 1843 bis 1902

1843 wurde unter dem für Kripp zuständigen Remagener Vikar Schauppmeyer eine neue Orgel angeschafft. Nachweise einer neuen Orgel ergibt sich u.a. aus Rechnungsbelegen an eine Firma Hackenbach von 1844 über eine Abschlagszahlung sowie Arbeiten an einem Orgelkasten im Kripper Johannessaal.

Aus verschiedenen Reparaturrechnungen ist zu ersehen, dass die Funktion dieser Orgel den Kripper Gläubigen innerhalb von 2 Jahren erheblichen Ärger bereitete und man 1845 einen anderen Orgelbauer (Liesmann) mit einer nicht unerheblichen Reparatur beauftragte.

Es besteht nun die Annahme, dass man aus Gründen der Unzufriedenheit mit dieser Orgel im Mai 1856 den Kölner Orgelbauer Krieger mit dem Bau einer neuen Orgel beauftragte, deren veranschlagte Kosten von 251 Thaler und 2 Silbergroschen die Kripper Bürgerschaft wie folgt finanzierte:

"Hierzu wurde in Kripp Collectiert:

72 Thaler, 29 Sgr., 6 Groschen
Bei einer Hochzeit 1 Thaler, 10 Sgr.
Einer auswärtigen Collecte 4 Thaler, 13 Sgr.
Von Theodor Fendel auf die Aegoline.*11 Thaler
Von demselben für Familie Kerren 30 Thaler
An Lagergeld 5 Thaler
Eine alte Orgel verkauft an Krieger 7 Thaler
Eine Aegoline an Orgelbauer Krieger verkauft,
abzgl. obiger 11 Thaler bleibt 31 Thaler
Von den Krippener Junggesellen wurde an Orgelbauer Krieger gezahlt 24 Thaler
Johann Lohmer laut Rechnung für Kostgeld des Orgelbauers Krieger und Vorlage macht die Summe 64 Thaler, 9 Sgr., 6 Groschen in Summa Thaler = 251, 2 "

(Quellen= Manual für die Kapelle zu Kripp 1834, S.51)
(* = richtiger Name Äoline)

Mit der Zahlung des Rückstandes aus der Vorlage von 24 Talern an "Johann Lohmer wegen der neuen Orgel" waren 1861 alle Anschaffungskosten der Orgel ausgeglichen.

Zwischen 1865 und 1868 kam es zu Reparaturen der Orgelbälge in Höhe von 37 Thalern durch einen Orgelbauer Hünt aus Linz bzw. eines Orgelbauer Göbel aus Koblenz.

Orgel in der neu erbauten Kirche St. Johannes Nepomuk

Mit dem Umzug in die 1902 neu erbaute Kirche verliert sich die genaue Spur der Kripper Orgel.

Es kann derzeit nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob die Orgel von 1856 aus dem Johannessaal in die neue Kirche teilweise übernommen wurde oder ob bereits nach deren Kirchenweihe 1903 eine gebrauchte Orgel aus der Remagener Pfarrkirche, deren Kirchenumbau gleichzeitig parallel mit der Kripper Kirche stattfand, käuflich erworben wurde.

Um jedoch den mutmaßlichen weiteren Werdegang unserer Orgel zu verfolgen, werden von uns alle nachfolgenden getroffenen Feststellungen und alles Wissenswerte ab 1902 aufgeführt.

Dass es sich bei unserer jetzigen Orgel um eine gebrauchte alte Orgel aus verschiedenen Orgelbauteilen verschiedener Zeiten zusammengebaut handelt, ergibt sich aus der Tatsache, dass man bei der derzeitigen Restaurierung Pfeifen mit den Jahreszahlen 1854, 1877 und 1894 vorfand, des Weiteren ein Stück Walzblei der Neuwieder Orgelbauer Gebr. Weil von 1851 mit dem eingestempelten Vermerk "Quint 3, Remagen" sowie ein Schild eines Orgelbauers Klein (Westerwald) von 1910 und einen mit Bleistift handschriftlichen Vermerk von 1903 auf einer Holzleiste innerhalb des Orgelkastens und einem Serienspieltisch der heute noch existierenden Fa. Laukhuff aus Weikersheim mit 180-jähriger Orgelbautradition.

Quelle: mündliche Angaben der Orgelbaumeister Siegfried Merten (Remagen) und dem Holländer Jos von Son (Ahrbrück)

Es besteht eher die Annahme, dass unsere jetzige Orgel ein Mix aus Teilen der letzten Orgel aus dem Johannessaal und überwiegend aus Teilen der alten angekauften Remagener Orgel sein könnte, denn nach mündlichen Angaben Kripper Zeitzeugen (Paul Ueberbach +, Michael Schumacher +) soll Kripp von der Kath. Pfarrei Peter und Paul Remagen zu irgendeinem Zeitpunkt eine gebrauchte Orgel erworben haben. Genaueres blieb unbekannt.

Eine weitere Bestätigung dieser Annahme ergibt sich aus einer uns vorliegenden Korrespondenz eines Prof. Dr. Bösken aus Mainz an den Orgelexperten Büser aus Rheinbach von 1976, wonach 1903 eine Orgel von Remagen gekauft wurde, weil dort ein Orgelneubau von Orgelbauer Klais (Bonn) erfolgte. Den Angaben zur Folge soll die an Kripp verkaufte Orgel 1845 von einem Orgelbauer "Wech ? von Kraft, Poppelsdorf" stammen.

Bekannt sind noch Änderungen an unserer jetzigen Orgel nach der Währungsreform 1948. Eine elektrisch betriebene Gebläseanlage ersetzte die bisherige Windanlage, die bislang per Muskelkraft durch einen Balgtreter betrieben wurde, sowie eine Reparatur bzw. Änderung des Orgelprospektes in 1968. (mündl. Angaben Willi Ueberbach, Kripp)

Orgelfonds

Der große Wunsch einer neuen Orgel ergibt sich aus Unterlagen eines 1921 eingerichteten Orgelfonds, in dessen 300 Mark aus veräußerten kirchlichen Kriegsanleihen zum Kurs von 92 % angelegt wurden.

Des Weiteren war eine große Opferbereitschaft der Kripper Gläubigen während des Glockenbazars 1922 zu verzeichnen. Aus dem Unterlagen der Stifter der neuen Glocken entnehmen wir, dass aus dem Erlös des Glockenbazars der Glockenfonds ausgeglichen und mit dem Rest der Grundstock für die Beschaffung einer neuen Orgel gelegt werden konnte. "...wurden durch freiwillige Gaben unserer Bürgerschaft aller Confessionen im Frühjahr 1922 an 140.000 Mark zusammengebracht. Davon konnten 50.000 Mark als Grundstock für die Beschaffung einer neuen Orgel angelegt werden."

Ein weiterer Spendencheck vom 26ten Januar 1923 von Robert Heitemeyer (Lederfabrik) in einer uns unbekannten Höhe ist ebenfalls dokumentiert. Wie die horrenden Summen erkennen lassen, war dies zur Zeit der aufkommenden Inflation. Der damalige Orgelfonds wies 1923 eine Summe von 914.850 Mark auf. Aus der Spendenliste geht hervor, dass derzeit der Dollarwert 7.100 Mark betrug, was einen damaligen Wert des Orgelfonds von nur 128,85 US $ ausmachte. Dem gegenüber standen die geplanten Kosten laut überschlägiger Rechnung für den Einbau der neuen Orgel von 911.000 Mark = 128 US $.

(Quellen: Kath. Pfarrarchiv Kripp / Slg.Weis/Funk)

Ob eine Orgelbeschaffung infolge des schnellen schwindelerregenden Werteverfalls der damaligen Hyperinflation stattgefunden hat, ist eher unwahrscheinlich.

Zum Wertevergleich und Inflationsanstieg führen wir das Monatsgehalt des Kripper Pastors vom 9. Oktober 1922 bis 21.2.1923 an, dass von 264.000 Mark auf 199.000 000 000 000 (Billionen) Mark schnellte.

Es besteht daher die berechtigte Annahme, dass mit dem Tag der Währungsreform, der Kurs für einen Dollar wurde an diesem 15. November 1923 mit 4,2 Billionen Papiermark (=4,20 Rentenmark) festgesetzt, der Traum von der neuen Orgel in Kripp endgültig ausgeträumt wurde.

Für die Kripper bleibt es trotzdem schon eine recht interessante Geschichte, wenn auch leider nicht mehr hundertprozentig nachvollziehbar. Hierzu müssten etwaige Nachforschungen in den entsprechenden Archivalien des Diözesanarchivs in Trier angestellt werden.

Reparaturaufwand

Eine sehr aufwändige Orgelsanierung zu Jahresbeginn 2010 durch die Remagener Orgelbaufirma Siegfried Merten mit einem Kostenaufwand von 45.000 € wurde unumgänglich. In über zweieinhalb Monaten wurde von fachkundigen Orgelbauern die komplette Orgel zerlegt, unzählige neue Luftleitungen in einer Größenordnung von 950 M verlegt und alle vorhandenen Dichtungen erneuert.

Nach monatelanger Vakanz konnten sich die Kripper Gläubigen erstmals wieder wäer Ostermesse am Orgelspiel erfreuen.

                             

Nunmehr geht es darum, die ausstehenden Kosten für die Orgelreparatur in irgendeiner Form zu begleichen. Da Kirchenmusik alleinige Angelegenheit der Kirchengemeinde ist und vom Bistum Trier nicht bezuschusst wird, reflektierte man zwecks Finanzierung der Kosten auf die Spendenbereitschaft der Kripper Bürgerinnen und Bürger. Zu diesem Zweck hat sich der Pfarrverwaltungsrat die Übernahme von Patenschaften der 808 vorhandenen Orgelpfeifen einfallen lassen. Schon ab 25 € bis hin zu 200 € kann man diese mit Zertifikat und Spendenquittung erwerben. Ein Buch über Patenschaften von 808 Orgelpfeifen liegt bei der hiesigen Kreissparkasse aus. Des Weiteren ist auch jede kleinste Spende auf das Kto. 1000 158 145 bei der KSK Kripp (BLZ: 577 513 10) stets willkommen.

Näheres ist ausführlich zu erfahren im Internet unter   http://www.katholische-kirche-kripp.de, wo der Pfarrverwaltungsrat über die Gegebenheiten und Spenden bzw. Patenschaften entsprechend informiert.

Verschiedene Ortsvereine haben bereits ihre Spendenbereitschaft signalisiert, wie u.a. der "Bürger u.- Heimatverein Kripp e.V" über 2.000 € durch einstimmigen Beschluss bei der Jahreshauptversammlung.

Es wäre gut, wenn für möglichst viele Orgelpfeifen Patenschaften übernommen würden, wie es schon 1923 unsere Vorfahren gemacht haben.


Hier die von Weis/Funk vorgestellten Dokumente:

  


Restaurierte Orgel in Sankt Johannes Nepomuk Kripp eingesegnet

Sonntag, den 25.April 2010

Nach erfolgreicher Restaurierung der Orgel der Kripper Pfarrkirche durch den Remagener Orgelbaumeister Siegfried Merten und seine Mitarbeiter, wurde die Orgel pünktlich zum Osterfest im Kripper Gotteshaus Sankt Johannes Nepomuk eingesegnet. Mehr als gut besucht war die Festmesse, sodass sogar Stehplätze rar wurden. Sehr zur Freude der Gläubigen brachten die Kripper Organisten Jutta Wendel und Michael Schmitz die Orgel zum Klingen, unterstützt von Stephan Pauly an der Trompete. Sie spielten während der Festmesse das Praeludium von Adolf Friedrich Hesse, Fantasie in c-moll für Orgel und vier Hände zu Gehör. Zum Einzug musizierten sie von Georg Böhm Rigaudon für Trompete und Orgel und von Jerimiah Clarke "King William´s Marsch". Ein Larghetto für Orgel zu vier Hände von Johann Christian Heinrich Rinck brachten die Organisten zum Zwischengesang zu Gehör und zur Gabenbereitung das Andante für Trompete und Orgel von Guiseppe Torelli. Von Joseph Haydn wurde zur Kommunion das Menuett für Orgel zum Klingen gebracht und zum Auszug konnten die zahlreichen Bürger das Praeludium und Fuge in C-Dur für Orgel zu vier Händen von Johann Georg Albrechtsberger genießen.

                                     

Vor dem Auszug segnete Dechant Dr. Johannes Meyer die restaurierte Orgel im Beisein von einigen Kindern. Der besondere Dank galt den zahlreichen Paten für die einzelnen Orgelpfeifen, wodurch ein großer finanzieller Beitrag zur Restaurierung der Orgel zusammengekommen sei. Dreiviertel der sichtbaren Prospektorpfeifen haben einen Paten gefunden. Zahlreiche von den kleinen Pfeifen im Orgelinnern suchen noch einen Paten. Für 25 Euro kann eine solche Patenschaft noch erworben werden. Die Liste der Orgelpfeifen liegt bei der Kreissparkasse in Kripp aus. Dort kann sich jeder, der sich an der Finanzierung der Orgel betätigen möchte, eine Pfeife aussuchen oder eine Spende überweisen auf das Konto: Katholische Kirche Sankt Johannes Nepomuk, Kontonummer 1000158145, Bankleitzahl 57751310 der KSK Ahrweiler. Die Pfeife wird dann zugeteilt und eine Spendenquittung und ein Zertifikat ausgestellt.
Ein herzlicher Dank von Dechant Dr.Johannes Meyer galt nach der Einsegnung des Kirchenmusikinstrumentes dem Orgelbauer Siegfried Merten und seinen Mitarbeitern. In leicht verständlichen Ausführungen erklärte Merten, wie die Orgel restauriert worden sei. Im Anschluss an den Auszug ließen sich zahlreiche Bürger die Gelegenheit nicht entgehen, mit Orgelbaumeister Siegfried Merten die restaurierte Orgel zu bestaunen. So mancher Pate von den Orgelpfeifen konnte sich seine Orgelpfeife genauer ansehen. Während die Bürger gruppenweise die Orgel bestaunten, war vor der Kirche ein reich gedecktes gespendetes Kuchenbuffet aufgebaut worden. So wurde das Fest zur Einsegnung der Orgel auch ein Fest der Begegnung.